Fussball Bezirksliga

Die Teck-Teams schieben Frust

Fußball-Bezirksliga Zum Abschluss der „Englischen Woche“ peilen Dettingen, Kirchheim und die SGEH am morgigen Sonntag die jeweilige Trendwende an. Von Walter Rau

Vergangenen Sonntag noch Gegner im direkten Duell, sind VfL und SGEH morgen erneut gefordert. Foto: Mirko Lehnen
Vergangenen Sonntag noch Gegner im direkten Duell, sind VfL und SGEH morgen erneut gefordert. Foto: Mirko Lehnen

Nach dem ersten Saisonviertel in der Fußball-Bezirksliga befinden sich alle vier Klubs aus der Teck-Region in der unteren Tabellenhälfte und hinken den Ansprüchen hinterher. Lediglich der TV Neidlingen kann noch einigermaßen zufrieden sein. Der TVN betrachtet das Treiben der Konkurrenz nach dem 6:0-Erfolg beim RSK Esslingen am vergangenen Mittwoch am kommenden Sonntag jedoch aus der Ferne: Das Team um Spielertrainer Patrick Kölle ist spielfrei.

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Frust herrscht dagegen weiterhin bei Aufsteiger SF Dettingen. Während Trainer Robin Jaksche sich treu bleibt und mit Statements in der Öffentlichkeit zurückhält, sprach SFD-Spielleiter Thomas Beller von „einer erneuten Katas­trophe“ nach der Heim-Pleite gegen Denkendorf (2:3) am Einheitstag. „Wir haben zwar viele Verletzte, aber wir bringen trotzdem zu wenig auf den Platz. Die Ausfälle sind für uns mit nur sechs bis sieben konkurrenzfähigen Spielern in der Bezirksliga nur schwer zu kompensieren“, klagt Beller.

Zu allem Übel wird Stammkeeper Onur Cekic mit der „Manuel-Neuer-Verletzung“ auch noch wochenlang fehlen. Ob die etatmäßige Nummer zwei, Emek Ileli, oder Tim Koch aus der „Zweiten“ zwischen den Pfosten stehen wird, ist noch nicht geklärt. Und nun soll ausgerechnet beim einzig noch ungeschlagenen FC Frickenhausen die Trendwende her? Immerhin konnten die Sportfreunde ihren einzigen Saisonsieg in der Fremde ergattern (3:2 in Neidlingen). „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie. Drei Punkte sind absolut zu wenig bisher, aber wir haben die Hoffnung, dass andere auch noch schwächeln“, hofft Beller. Mit von der Partie ist der zuletzt gelb-rot-gesperrte Daniele Attorre. Dafür fehlen berufsbedingt Francesco Di Martile und Gabriele Rizzo.

Klinger: „Katastrophe!“

Beim VfL Kirchheim hatten sie nach dem souveränen 3:0-Heimerfolg vergangenen Sonntag gegen die SGEH von einem Lauf geträumt. Die Ernüchterung war nach dem 1:1-Rückschlag bei Schlusslicht 09 Nürtingen groß. „Für mich persönlich war das eine Katastrophe, dass wir ausgerechnet Nürtingen den ersten Saisonpunkt schenken. Unserer jungen Truppe fehlt einfach noch die Erfahrung und Konstanz in den Leistungen. Der ein oder andere läuft seiner Form hinterher. Da muss jetzt ein deutlicher Ruck kommen“, fordert VfL-Abteilungsboss Oliver Klingler.

Die Routiniers Philipp Schraivogel und Andreas Elsässer werden im Heimspiel gegen Neuhausen auf den Platz zurückkehren. „Nicht nur deswegen sind wir in der Punktepflicht jetzt. Es geht darum, den Anschluss ans obere Drittel herzustellen und nicht noch mehr nach hinten abzurutschen“, mahnt Klingler.

Nicht ganz so dramatisch sieht es VfL-Trainer Michel Forzano. „Wir haben gegen Nürtingen alles versucht und viel investiert. Momentan fehlt uns ein Knipser, dem mal nur ein oder zwei Chancen reichen und nicht zehn. Wir müssen und werden jetzt nachlegen“, ist der Kirchheimer Übungsleiter kämpferisch.

SGEH unter Zugzwang

„Nachlegen“ lautet auch das Stichwort für die SGEH, die im Hardtwaldstadion gegen eben jene Nürtinger, über die der VfL stolperte, dringend den dritten Saisonerfolg benötigt, um von den Abstiegsrängen zu springen. Im Vorjahr mit einer furiosen Saison auf Platz sechs gelandet, müssen die Älbler etwas überraschend den Blick vorerst nach hinten richten. Unter der Woche wurde das desolate 0:3 beim VfL am vergangenen Sonntag aufgearbeitet. Nach außen hat sich Trainer Dieter Hiller einen Maulkorb auferlegt. Nachdem die SGEH unter der Woche spielfrei war, soll nun mit frischen Kräften gegen den Landesliga-Absteiger die Trendwende her.

Wegweisende Partie für den VfL

Mit einem Sieg gegen Neuhausen kann der VfL Kirchheim morgen den Anschluss ans vordere Drittel schaffen. Eine Niederlage würde hingegen die Abstiegsränge bedrohlich nahebringen. Für Ersteres spricht die Heimstärke der Blauen. Zu Hause wurde bislang nur gegen Primus Köngen verloren.

Vergangene Saison kassierte der VfL insgesamt nur zwei Niederlagen zu Hause und war damit das drittbeste Heimteam der Liga. Unter anderem gab es ein 1:0 gegen den morgigen Gegner aus Neuhausen.wr