Fussball Bezirksliga

Neidlingen und SGEH wollen den Fehlstart verhindern

Bezirksliga Im Aufeinandertreffen stehen beide Teams unter Zugzwang. Der VfL will seine Frühform bestätigen.

Marcel Helber und die VfL-Kicker wollen weiterjubeln. Foto: Christian Schlienz
Marcel Helber und die VfL-Kicker wollen weiterjubeln. Foto: Christian Schlienz

Kirchheim. Es war ein Auftakt nach Maß, den der VfL Kirchheim am ersten Spieltag der Fußball-Bezirksliga an den Tag gelegt hat: Dass die Kicker von der Jesinger Allee trotz Umbruchs weiterhin als einer der Aufstiegsfavoriten in der Liga gelten, war zwar spätestens nach ihrem vielversprechenden Auftritt beim Teckbotenpokal zu vermuten. Trotzdem sorgte der 5:1-Kantersieg in Neidlingen für Aufsehen. Euphorie will Trainer Michel Forzano deswegen aber nicht aufkommen lassen: „Es war vor allem deshalb wichtig, weil wir nun stärker zusammenwachsen. Taktisch und läuferisch hat mein Team an diesem Tag überzeugt.“

Das muss die junge VfL-Mannschaft auch am Sonntag, wenn sie den Absteiger TSV Köngen empfängt. Der langjährige Landesligist hat bereits turbulente Wochen hinter sich. Mitten in der Vorbereitung warf überraschend Trainer Stephan Hartenstein das Handtuch, woraufhin der TSVK kurzfristig den Trainer aus der zweiten Mannschaft, Daniel Rieker, beförderte. Nachdem der Saisonstart im Derby gegen Frickenhausen mit 1:2 in den Sand gesetzt wurde, soll Rieker mit seiner Arbeit nun dauerhaft für Stabilität sorgen.

Forzano lässt sich von den Köngener Unruhen aber nicht beirren: „Das ist eine Mannschaft, die über sehr viel Erfahrung verfügt und so etwas wegstecken kann. Aber wir spielen zu Hause, da müssen die Puntke bei uns bleiben.“ Köngens Coach Rieker legt seinen Fokus hingegen eher auf Langfristigkeit: „Wir haben den Gedanken, dass wir etwas Neues erschaffen können - und zwar ein wiedererstarktes und nachhaltiges Köngen.“

Rätselraten beim TVN

Der TV Neidlingen hingegen hat die Auftaktpleite gegen den VfL noch nicht verkraftet. „Die Art und Weise der Niederlage ist schwer zu verdauen. Wir waren in der Vorbereitung sehr stabil, deshalb wundert mich diese kollektiv schwache Leistung“, sagt TVN-Spielertrainer Patrick Kölle.

Die Neidlinger stehen im Spiel bei der SGEH daher bereits unter Zugzwang, um nicht gleich zu Saisonbeginn ins Hintertreffen zu geraten. „Das Ergebnis muss eine Warnung sein, dass wir wieder so kompakt auftreten, wie wir es in den Wochen zuvor getan haben“, fordert der 32-Jährige, der zurzeit vor allem in der Defensive mit Personalsorgen zu kämpfen hat.

Bei den Gastgebern von der Alb ist der Status quo ähnlich: Die 1:2-Niederlage in Nellingen kam nach einer vielversprechenden Vorbereitung überraschend. SGEH-Leistungsträger Ingo Schäfer wundert sich: „Wir waren so stark in den vergangenen Wochen. Dann kommt der erste Spieltag, und nichts ist mehr davon zu sehen. Nun müssen wir gegen kampfstarke Neidlinger nachziehen, und das wird alles andere als einfach.“ Ob der 33-Jährige dabei selbst auf dem Platz stehen kann, ist aufgrund einer Erkältung noch unklar. Aber auch Neidlingens Coach Kölle zollt den Gastgebern vor dem Aufeinandertreffen großen Respekt: „Die SGEH kann jedes Team in der Liga schlagen, aber wir wollen natürlich einen Fehlstart mit zwei Niederlagen verhindern.“

Die vermutlich schwerste Aufgabe steht allerdings Aufsteiger SF Dettingen bevor: Im Heimspiel empfängt die Mannschaft von Trainer Robin Jaksche mit dem TSV Deizisau einen Aufstiegsfavoriten, der diese Rolle mit einem 3:0-Sieg über den FV Neuhausen bereits eindrucksvoll unterstrichen hat. Dettingens Spielleiter Thomas Beller ist angesichts der besser werdenden personellen Situation aber hoffnungsvoll gestimmt: „Es kehren fünf Spieler zurück in den Kader, was uns Mut macht. Denn trotz der klaren Außenseiterrolle wollen wir einen Heimsieg einfahren.“ Max Pradler

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