Fussball Kreisliga A

Ungewissheit geht TVU-Coach auf den Keks

Kreisliga A Unterlenningen, Ötlingen und Nabern benötigen im Abstiegskampf jeden Zähler.

Fußball-Kreisliga A: TV Unterlenningen (grün)-TSV Oberboihingen
Fußball-Kreisliga A: TV Unterlenningen (grün)-TSV Oberboihingen

Kirchheim. Am 18. November 2018 war die Welt im Ötlinger Rübholz noch in bester Ordnung: Mit 22 Punkten stand die Rübholz-Elf auf dem neunten Tabellenplatz der Fußball-Kreisliga-A2. Danach konnte aus sieben Spielen gerade noch ein Zähler geholt werden. Für den Ötlinger Trainer Benedetto Savoca eine unerklärliche Situation: „Wir machen gute Spiele, treffen aber das Tor nicht. Uns klebt das Pech an den Kickstiefeln.“ Seine Mannschaft hat fast in jeder Begegnung genug Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Die Verantwortlichen beim TSV Ötlingen vermögen die missliche Lage durchaus einzuschätzen, denn sie sind der Überzeugung, dass der sportliche Misserfolg nicht am Trainer liegt - ganz zur Freude von Savoca: „Ich habe volle Rückendeckung von der Abteilung.“

Darüber hinaus laufen auch die Gespräche mit den Spielern für die kommende Saison schon auf Hochtouren. „Fast die Hälfte hat schon für die neue Runde zugesagt, egal in welcher Liga wir spielen“, freut sich der Ötlinger Trainer. Im anstehenden Auswärtsspiel beim Tabellendritten TB Neckarhausen muss der TSVÖ-Coach, wie in den Spielen zuvor, auf vier bis fünf Leistungsträger verzichten. Ein Punktgewinn wäre für die Rübholz-Elf daher schon als Erfolg zu verzeichnen.

In den nächsten zwei Wochen könnte der TV Unterlenningen einen Riesenschritt aus dem Tabellenkeller machen. Am Sonntag spielt die Bühl-Elf beim Tabellenelften TV Bempflingen, eine Woche später zu Hause gegen den Vorletzten TV Tischardt. „Das sind zwei Sechs-Punkte-Spiele“, sagt Unterlenningen Trainer Klaus Müller, der auch in der nächsten Spielzeit Trainer auf dem Bühl sein wird - egal in welcher Liga.

Die Chancen auf den Klassenerhalt stehen zwar nicht schlecht, dennoch stört den Unterlenninger Übungsleiter - genauso wie seinen Ötlinger Trainerkollegen - die Ungewissheit: „Weil man einfach nicht weiß, wie viele Mannschaften absteigen werden.“

Augenblicklich wären es vier Direktabsteiger und der fünftletzte müsste in die Relegation. Genau auf diesem Platz steht die Elf von Trainer Müller. Um das Ziel zu erreichen, will der TVU-Coach aus den letzten acht Begegnungen noch 15 Punkte holen: „Ich denke, dass 43 Punkte für den Klassenerhalt reichen sollten.“

Mit Patrick Deuschle (Muskelfaserriss), Adrian Maidl (Bänderriss) und Timo Stümpflen (Urlaub) muss Müller in Bempflingen auf drei Leistungsträger verzichten. „Wenn uns drei wichtige Spieler fehlen, hatten wir bisher immer unsere Probleme“, weiß der TVU-Coach einzuschätzen.

Große Vorfreude herrscht in den Lehenäckern vor der Begegnung gegen den bisher noch ungeschlagenen Spitzenreiter SPV 05 Nürtingen. Aber die Jesinger zeigen sich mutig: „Wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen, sind wir sicher nicht chancenlos“, ist TSVJ-Coach Danell Stumpe überzeugt. Außerdem wollen die „Gerstenklopfer“ bereits für kommende Saison ein Zeichen setzten. „Wir wollen zeigen, in welche Richtung es gehen soll“, sagt Stumpe. Das Ziel der Jesinger ist klar: ganz oben mitspielen.

Neun Gegentore in den vergangenen beiden Spielen waren einfach zu viel, um Zählbares mitzunehmen. Deshalb legt das Naberner Trainerduo Marcel Geismann und Marco Kunze sein Augenmerk vor der Partie in Schlaitdorf auf die Abwehr. „Wir müssen schauen, dass wir hinten gut stehen, dann kommt der Rest“, sagt Geismann.

Tabellenschlusslicht AC Catania Kirchheim hofft derweil auf Punkte gegen den favorisierten TSV Oberboihingen, um seine minimalen Chancen auf den Aufstiegsrelegationsplatz aufrecht zu erhalten.Klaus-Dieter Leib

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