Fussball

„1-3-9“ soll den Spielbetrieb zukunftssicher machen

Fußball Bei den Halbzeitstaffeltagen ist über die vom WFV geplante Gebietsstrukturreform diskutiert worden.

Kirchheim. Im Mai 2021 findet der nächste WFV-Verbandstag statt. Bis dahin soll Klarheit darüber herrschen, wie und vor allem in welchen geografischen Grenzen in Württemberg Fußball gespielt wird. Der Verbandstag im letzten Jahr hat eine Kommission damit beauftragt, die Strukturen genau unter die Lupe zu nehmen und Vorschläge zu erarbeiten. Denn, so die Erkenntnisse einer Spielklassenkommission: ohne Gebietsreform keine Spielklassenreform. Beides soll kommen, um den Spielbetrieb zukunftssicher zu machen.

Noch gut zwei Jahre hat die Kommission also Zeit. Gedankenspiele gibt es viele, bis jetzt weiß man jedoch noch nichts Genaues. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass nicht nur kleine Bezirke wie Riß oder Schwarzwald aufgeteilt und anderen Bezirken zugeschlagen werden, sondern sogar der mannschaftsstärkste Bezirk Neckar-Fils.

Über allem steht die Formel „1-3-9“ - eine Verbandsliga, drei Landesligen und darunter neun Bezirke. Die derzeitige Arithmetik lautet „1-4-16“ - unter der Verbandsliga vier Landesligen und dann die 16 Bezirke. Im Nachwuchsbereich soll in einem Pilotprojekt schon ab der Saison 2019/2020 nach dem neuen Modell gespielt werden. Die A-Junioren zwischen Neckar und Fils spielen dann mit dem Bezirk Ostwürttemberg, die B-Junioren mit dem Bezirk Alb. Die Kommission ist gerade dabei, sich ein Stimmungsbild in den Bezirken zu machen.

Bei vier Regionalkonferenzen - je eine im Bereich einer Landesliga-Staffel - wird die Situation ausgelotet. Eine Regionalkonferenz findet am 12. März im Bezirk Neckar-Fils statt. Im Vereinsheim der TSG Esslingen auf dem Zollberg sind dann jedoch bloß maximal je 20 Vereinsvertreter aus den Bezirken Neckar-Fils, Stuttgart, Ostwürttemberg und Donau-Iller zugelassen. Die Ergebnisse wertet die Strukturkommission aus und legt sie dem Präsidium und dem Beirat des WFV vor. Die beiden Gremien werden dann im Laufe des Jahres 2020 entscheiden, was dem Verbandstag zur Abstimmung vorgelegt wird.

„Zahlen lügen nicht“, sagte der Bezirksvorsitzende Rainer Veit mit Blick auf den „erschreckenden Rückgang“ der Mannschaftszahlen im Frauenfußball. „Den kann man nur betreiben, wenn man auch ein Fundament hat.“ Sprich: Nachwuchsteams, in denen die Mädchen von der Pike auf das Fußballspielen lernen können.

Um einem weiteren Ausbluten des Spielbetriebs entgegenzuwirken, hat Veit Luis Domingos mit ins Boot geholt. Der hat sieben Jahre lang Mädchen und Frauen des FV 09 Nürtingen trainiert und sich bereit erklärt, in den Vereinen ein Schnuppertraining anzubieten, die Frauen- oder Mädchenfußball aufbauen wollen. Uwe Bauer

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