Handball Bezirksliga

Schütteln und schnell abhaken

Handball-Bezirksliga Der VfL wollte trotz bereits gewonnener Meisterschaft weiter punkten, kam aber unter die Räder.

Ebersbach. Die Handballer des VfL Kirchheim haben am Samstag einen rabenschwarzen Abend erwischt. Gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen setzte es nach schwacher Leistung am Ende eine deutliche 30:19-Niederlage.

Die Ausgangslage war klar. Die Meisterschaft in der Tasche, der Aufstieg perfekt, somit war für den VfL eigentlich nur Schaulaufen angesagt. Doch auch für eine gelungen Kür muss der Spannungsbogen aufrecht erhalten werden. Leichter gesagt, als getan.

Von Beginn an zeichnete sich ab, dass beim VfL an diesem Tag nicht viel zusammen laufen würde. Abspielfehler und technische Unzulänglichkeiten luden die HSG buchstäblich zum Toreschießen ein. Bereits nach sieben Minuten stand es 5:1 für die Gastgeber. Auch im weiteren Spielverlauf war von einem Aufbäumen seitens der Kirchheimer nichts zu merken. Im Angriff agierte man kopflos, in der Abwehr ohne den nötigen Biss. Genau genommen wurde die Heimmannschaft zu einem regelrechten „Tag des offenen Tors“ eingeladen, denn nahezu jeder Wurf auf das Kirchheimer Gehäuse war ein Treffer - Toreschießen leicht gemacht. Über 9:3 zog der Gegner nach 24 Minuten bereits auf 14:5 davon. Bis zur Pause lag man beim 18:8 schon mit zehn Treffern zurück.

Ohne Schadensbegrenzung

Nach der Pause versuchten die Teckstädter, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Doch selbst der Versuch einer Ergebniskorrektur misslang. Weiterhin ließ man beste Chancen liegen, es reihte sich technischer Fehler an technischen Fehler - und die HSG nützte all dies munter für schnelle Kontertore. Jeder Ball fand den Weg ins Kirchheimer Tor, und wenn ausnahmsweise nicht, dann landete der Abpraller wieder beim Gegner. Nach 42 Minuten sahen sich die Blauen mit 26:12 deutlich im Hintertreffen.

Bis zum Abpfiff beim 30:19 gelang den Blauen nur eine geringfügige Ergebniskosmetik. War also nichts mit dem Vorhaben „Maximalpunktzahl“ - ganz im Gegenteil. Trotz gewonnenem Meistertitel war dieses Spiel alles andere als meisterlich, und auch nicht eines Meisters würdig. Kommende Woche gastiert der TUS Stuttgart zum letzten Saisonspiel in Kirchheim. Dort wird sich zeigen, ob die VfL-Handballer eine Trotzreaktion entwickeln können, nicht nur, um die Heimserie auszubauen, sondern auch, um einen würdigen Saisonabschluss zu feiern. jm

 

VfL Kirchheim: Oßwald, O. Latzel, Lehmann (1), Hamann (1/1), Böck (2), Smetak (2/1), Pradler (1), Merkle (1), Schwarzbauer (1), Keller (7/3), Real, Sadowski, Rudolph (4)

HSG Ebersbach/Bünzwangen: Niederberger, Wilting (1), Schmidt (3), Schwind (3), Köse (5), Seidel (8/2), Windisch, Stephan, Buchele, Spahlinger, Wieland (8), Kurz (1), Koser (1)

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