Lokalsport

1:1 Schiedsrichterdrückt ein Auge zu

Die Kirchheimer Verbandsliga-Fußballer grüßen auch im Dezember noch von der Tabellenspitze. Das angenehme Gefühl, auch im Heimspiel gegen den SV Baustetten am nächsten Samstag entweder als Liga-Primus oder wenigstens als Relegationsanwärter auf Platz zwei den Rasen zu betreten, verschafften sich die Blauen durch ein verdientes 1:1 (1:1)-Unentschieden im gestrigen Flutlichtspiel beim SV Fellbach.

THOMAS PFEIFFER / REIMUND ELBE

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FELLBACH Fellbach hat rund 44 000 Einwohner. Ganze 300 Fans pilgerten gestern Abend trotz passab-ler Außentemperaturen ins städtische Max-Graser-Stadion: Zum Kassenschlager geriet das Spitzenspiel nicht. Doch wer nicht gekommen war, verpasste etwas ein rasantes Spiel mit starker kämpferischer Komponente. "Vom Tempo war die Partie nicht schlecht", urteilte SV-Trainer Frank Weinle nach Spielende nicht unzufrieden, dieweil VfL-Antipode Michael Rentschler die Leistung der eigenen Schützlinge eher kritisch sah: "Meine Mannschaft hat heute zu wenig aus ihren technischen Vorteilen gemacht." Mit dem Unentschieden konnten beide Übungsleiter freilich leben.

Kirchheims frühe 1:0-Führung durch Christopher Eisenhardt nach neun Spielminuten geriet indes zum echten Aufreger: Weinle und aufgebrachte Fellbach-Fans wähnten den VfL-Abwehrspieler, der einen von Ferdi Er an den Innenpfosten gezirkelten Ball über die Linie drückte, im Abseits. Obgleich Eisenhardt sein angebliches "Delikt" hinterher hartnäckig dementierte ("ein Fellbacher stand auf der Linie"), blieben Zweifel an der Korrektheit des Treffers: Selbst Schiedsrichter Raab hatte in der strittigen Szene nach einem Strafraumgetümmel völlig den Überblick verloren. Für ihn hatte Eisenhardt, demnach bestenfalls im passiven Abseits, in der strittigen Torszene keine Ballberührung gehabt. Der Ausgleich fiel nach 44 Minuten nach einem Polat-Fehlpass im Mittelfeld ausgleichende Gerechtigkeit?

Bis zum Schluss waren beide Mannschaften sichtbar auf den "Dreier" aus Kampf war Trumpf gestern Abend im Max-Graser-Stadion. Stark beide Abwehrreihen die Viererkette der Gäste ließ außer beim Gegentor und Cuturas Neunmeter-Schuss (75./Gühring pariert per Prachtreflex) kaum Fellbacher Großchancen zu, auf der Gegenseite nutzten Alban Meha (79./Latte) und Feriz Meha (81.) zwei sehr gute späte Möglichkeiten ebenfalls nicht.

1:1 in Fellbach, wo in dieser Saison noch keiner gewonnen hat der VfL-Höhenflug geht weiter.

SV Fellbach: Munz Merkelbach, Hinderer, Stawski, Cutura (90. von Manstein) Lösch (75. Göktas), Eberle, Fleischer, Vulcano (73. Obeida) Capasso, SkenderovicVfL Kirchheim: Gühring Kutscher, Er, Grimm, Eisenhardt A. Meha, Raspe, Polat, Heilemann (61. F. Meha), Isci (88. Akdag) Ferenz (61. Cütrü)Tore: 0:1 (9.) Eisenhardt, 1:1 (44.) SkenderovicGelbe Karten: Lösch, Cutura, Eberle, Stawski CütrüZuschauer: 300 Schiedsrichter: Johann Raab (Tübingen) leitete trotz der strittigen Torszene keinesfals schwach