Lokalsport

2:0 – Klassenerhalt perfekt

Kirchheimer Oberliga-Fußballer lassen dem FV Offenburg keine Chance

Der VfL Kirchheim bleibt die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Oberliga. Mit einer überzeugenden Leistung kamen die Teckstädter beim FV Offenburg zu einem hochverdienten 2:0-(2:0)-Erfolg. Dabei blieb der Kirchheimer Schlussmann Michael Stowers zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor. Das Beste freilich: Der Kirchheimer Klassenerhalt ist jetzt ein Fakt.

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KLAUS-DIETER LEIB

Offenburg. So einfach hatte sich der Kirchheimer Trainer Rolf Baumann die Aufgabe beim Tabellenvorletzten nicht vorgestellt. „Das war ein leichter Sieg“, sagte er. Offenburgs Trainer Arnold Brunner pflichtete dem bei und übte sich in Sarkasmus: „Das Beste an der Niederlage war das Ergebnis.“ Bei etwas mehr Konzentration im Abschluss hätte der Sieg der Gäste leicht und locker höher ausfallen (müssen) können.

Besonders in Erscheinung trat der aufopferungsvoll kämpfende Maximilian Laible. Der Kirchheimer Stürmer agierte in vielen Szenen unglücklich. Vor allem im zweiten Durchgang boten sich dem 23-Jährigen etliche gute Einschussmöglichkeiten, die alle ungenutzt blieben. Der VfL Kirchheim bewies einmal mehr, dass mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung viel erreicht werden kann. Mannschaftskapitän Christopher Eisenhart stolz: „Wir sind eine Einheit auf dem Platz.“ Die war sicherlich der Schlüssel zum Erfolg. Die beste Szene dafür lieferte Goalgetter Antonio Tunjic. Nach einer Unachtsamkeit in der Offenburger Abwehr war Tunjic völlig frei im gegnerischen Strafraum, hätte auch selbst abschließen können, zögerte jedoch einen Moment und bediente dann uneigennützig den mitgelaufenen Selim Altinsoy. Der 21-Jährige hatte keine Mühe, aus kürzester Distanz das 1:0 zu erzielen (17.).

Der Führungstreffer war zu diesem Zeitpunkt längst überfällig, denn Christopher Eisenhardt mit einem abgefälschten Flankenversuch an den Außenpfosten (5.) und Antonio Tunjic (scheiterte am Offenburger Schlussmann Oliver Göppert/16.) hätten ihre Farben frühzeitig in Führung schießen können. Auch in der Folgezeit boten die Teckstädter sehenswerten Oberliga-Fußball. Was gegen eine äußerst schwache Offenburger Mannschaft allerdings kein großes Problem darstellte.

Auch dem zweiten Kirchheimer Tor ging ein krasser Abwehrfehler der Gastgeber voraus. Nach einer Vorlage von Kagan Söylemezgiller unterschätzte ein Abwehrspieler den hohen Ball, Antonio Tunjic hatte freie Bahn und ließ sich diese gute Einschussmöglichkeit nicht entgehen. Das 2:0 (28.). Eine Zweitore-Führung, die nach einer knappen halbe Stunde völlig verdient war. Wie schwach sich die Hausherren an diesem sonnigen Samstagnachmittag präsentierten, zeigt die Tatsache, dass sie in den ersten 45 Spielminuten nicht eine einzige nennenswerte Einschussmöglichkeit zu verzeichnen hatten.

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich zunächst nicht viel. Der VfL Kirchheim war weiter die tonangebende Mannschaft und hatte bei Torchancen von Antonio Tunjic (46.) und drei Mal Maximilian Laible (47., 66., 72.) gleich vier gute Möglichkeiten, vorzeitig für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Wenn sich der FV Offenburg dem Kirchheimer Strafraum näherte, endete dies meist mit einem Ballverlust. Erst in den letzten zehn Minuten erspielten sich die Gastgeber Torchancen, aber bei den klaren Einschussmöglichkeiten von Dominik Gassmann (80.) und Alexander Christ (83.) zeigte der Kirchheimer Schlussmann Michael Stowers einmal mehr sein Können. Dies war es auch, was der Kirchheimer Übungsleiter nach der Begegnung zu bemängeln hatte: „Wir waren vor allem in der Schlussphase zu unkonzentriert.“ Für Offenburgs Trainer war es ein absolut verdienter Kirchheimer Erfolg: „Wir können froh sein, nicht noch höher verloren zu haben.“

Offenburger FV: Göppert – Schneider (46. Gassmann), Braun, Vollmer, Baillargeault – Göhringer, Gottwald, Petereit, Frammelsberger (33. Christ), Wittwer – Salihu (46. Ülker)

VfL Kirchheim: Stowers – Thies (46. Polat), Kauffmann, Schraivogel, Eisenhardt – Söylemezgiller (70. Beran), Er, Ohran, Altinsoy – Tunjic (59. Santos Araujo), Laible

Tore: 0:1 Altinsoy (17.), 0:2 Tunjic (28.)

Gelbe Karten: Wittwer, Petereit – Polat

Zuschauer: 450

Schiedsrichter: Simon Hirzel (Malterdingen)