Lokalsport

2:1 Die Party geht weiter

Die Party geht weiter: Mit einem eindrucksvollen Zwischenspurt haben sich die Kirchheimer Verbandsliga-Fußballer im Titelrennen in eine gute Ausgangsposition gebracht. Am Samstag gewannen die Blauen bei der SpVgg 07 Ludwigsburg hoch verdient 2:1 (1:1) der dritte Sieg binnen einer Woche.

HELGE WAIDER

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LUDWIGSBURG Am kommenden Samstag erwartet die Kirchheimer Fußball-Szene nun ein echter Knaller, wenn der TSV Schwieberdingen im Kirchheimer Stadion aufkreuzt das Duell des Tabellenzweiten gegen den Dritten.

Der Sieg im Ludwigsburger Ludwig-Jahn-Stadion fiel alles andere als leicht. Die VfL-Kicker gingen zwar bereits nach drei Minuten in Führung, als ein kluger Pass von Thorsten Raspe in Coskun Isci einen torgefährlichen Adressaten fand, der dann auch aus sieben Metern diagonal das Runde in das Eckige verfrachtete 0:1. Danach erwiesen sich die Ludwigsburger jedoch als höchst unangenehmer Gastgeber, der mit englischem Kick-and-Rush Druck aufbaute und ganz ähnlich wie der VfL zuvor mit der ersten Chance gleich den Ausgleich markierte: eine Flanke von Flügelflitzer Marco Fischer verwertete der Ex-Kirchheimer Christian Seeber per sattem Schuss aus sieben Metern zum 1:1-Ausgleich (18.). Die Kirchheimer zeigten sich beeindruckt. Die Beweglichkeit im VfL-Spiel war dahin und die Rentschler-Crew zelebrierte nurmehr Standfußball. Die 07er operierten ihrerseits weiter mit "Langholz" aus der Abwehr heraus auf die agilen Stürmer Seeber und Genc sowie auf den linken Flügelrenner Charles Udifie.

Nach einer guten halben Stunde hatten sich die VfL-Kicker gefangen. Die Spielanteile waren wieder gleichermaßen verteilt allein im Herausspielen von Torchancen hatten die Kirchheimer eindeutig die Nase vorn: Tiago Santos-Araujo versagten gleich zweimal die Nerven (40., 45.), Verteidiger Chris Eisenhardt zielte nach einer Vorlage von Alban Meha per Kopfball knapp übers Ludwigsburger Gehäuse (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfL offensiver. Abwehr-Youngster Andreas Mayer war mit Leistenbeschwerden in der Kabine geblieben und Coach Rentschler hatte mit Feriz Meha einen zweiten Stürmer gebracht. Ein Schachzug, der sich schnell bezahlt machte. Bereits nach drei Minuten schlenzte Feriz Meha das Spielobjekt nur um Haaresbreite am langen Eck des Ludwigsburger Tores vorbei.

Die Schlüsselszene des Spiels hatte im überragenden Isci seinen Ausgangspunkt: einen Freistoß an der Mittellinie führte Isci so schnell und präzise aus, dass lediglich Feriz Meha schnell genug startete, von der Torauslinie flankte und der in der Mitte wartende Santos-Araujo "nur" noch den Fuß hinhalten musste, um dem Ball die gewünschte Richtungsänderung zu geben 1:2 (59.). Die Barockstädter hatten so gut wie nichts mehr entgegenzusetzen, während der VfL nun prächtig aufspielte und durch Santos-Araujo (65.) und Emrah Polat (78.) weitere Chancen zur Ergebnisverbesserung hatten. Die einzige Ludwigsburger Tormöglichkeit der zweiten Spielhälfte hatte Seeber, dessen Flugkopfball neben dem VfL-Gehäuse landete (81.).

Unterm Strich blieb ein aufgrund der vielen Torchancen hoch verdienter VfL-Sieg die Party geht weiter.

SpVgg 07 Ludwigsburg: Belosevic El M'Hassani, Hirsch, Sabljo (69. Demmler), Bajrami (54. Friedl) Fischer, Schick, Jörns, Udifie Seeber, Genc.VfL Kirchheim: Gühring Eisenhardt, Mayer (46. F. Meha), Grimm, Siopidis A. Meha, Raspe, Er, Polat, Isci (90. Izzi) Santos-Araujo (81. Förster).Tore: 0:1 Isci (3.), 1:1 Seeber (18.), 1:2 Santos-Araujo (59.).Gelbe Karten: Jörns, Genc Udivie Förster, Isci.Zuschauer: 200.Schiedsrichter: Sascha Wirth (Neckarsulm) war zwar nicht immer auf Ballhöhe, lag mit seinen Entscheidungen aber meistens richtig.