Lokalsport

21:26 Hoffen auf ein Wunder

War's das schon? Nach der unerwartet deutlichen 21:26 (10:10)-Heimspielniederlage gegen den VfL Sindelfingen im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Handball-Verbandsliga wird es für den TSV Weilheim schwer, das Blatt im Rückspiel noch einmal zu wenden.

WEILHEIM Zu Beginn des Spiels hatten beide Mannschaften mit der Nervosität zu kämpfen und so dauerte es vier Minuten lang ehe Hansi Rack das 1:0 für den TSV markierte. Doch schon jetzt zeigte sich, dass die mangelnde Chancenverwertung nicht zuletzt auf Grund des starken Gästetorhüters zum Kernproblem des Spiels werden sollte. Den Gästen gelang durch zwei ihrer insgesamt zehn Tempogegenstoßtore dann auch schnell das 1:3. Markus Gomringer und Volker Allgaier sorgten zwar für den Ausgleich, anstatt nun jedoch die Hektik abzulegen, schlossen die Weilheimer Angreifer wieder überhastet ab und den Gästen gelang es, sich auf 3:6 abzusetzen. In der Folge lief der TSV einem Drei-Tore-Rückstand hinterher und suchte vergeblich nach einem Erfolgsrezept gegen den starken Gästetorwart. Hätte nicht auch Weilheims Torhüter Horst Patek eine bravouröse Leistung abgeliefert, wäre der Rückstand noch höher ausgefallen.

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Als Hansi Rack und Timo Klein in der 25. Minute ausgleichen konnten, schien der Bann endlich gebrochen zu sein. Doch die Gäste gingen durch ihren neunfachen Torschützen Konstantin Geis wieder in Führung. Die beiden besten Weilheimer Feldspieler Volker Allgaier und Timo Klein sorgten dann mit einem Doppelschlag für die Weilheimer 10:9-Führung kurz vor der Pause. Als der TSV dann 30 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff sogar noch einmal in Ballbesitz kam, bot sich die Chance zu erhöhen. Doch stattdessen wurde zu schnell abgeschlossen und den Gästen gelang mit dem Pausenpfiff der Ausgleich.

Der zweite Durchgang begann für Weilheim mit einem Fehlstart. Nach zwei Ballverlusten und erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstößen führte Sindelfingen schnell mit 10:12. Nachdem Timo Klein per Doppelschlag wieder für den Ausgleich sorgen konnte, folgten die vermutlich entscheidenden Szenen des Spiels, als Weilheimer Angreifer zweimal freistehend die Chance vergaben, in Führung zu gehen. Stattdessen gingen die Gäste in Front und im Weilheimer Angriffsspiel kehrte zunehmend Hektik und Nervosität ein. Heiko Binder per Siebenmeter und Gerhard Bächle in der 55. Minute machten den Fans mit dem erneuten Ausgleich noch einmal Hoffnung. Doch statt den Schwung zu nutzen, kam nun ein völliger Bruch ins Spiel der Limburgstädter und die Gäste gingen innerhalb von 30 Sekunden, bedingt durch zwei Weilheimer Abspielfehler, wieder mit zwei Treffern in Führung. Als der TSV dann unerklärlicherweise in der Abwehr auf Manndeckung umstellte, nutzte Sindelfingen dies und erhöhte auf 19:23. Die Gastgeber verkürzten durch Treffer von Marco Schill und Heiko Binder zwei Minuten vor Schluss nochmals auf 21:23. Doch anstatt diesen Rückstand zu halten und damit noch eine reale Chance im Rückspiel zu wahren, kassierte die Schlichtenmayer-Sieben in den letzten 80 Sekunden des Spiels noch drei Treffer zum 21:26-Endstand. Fünf Tore sind nun eine schwere Hypothek für das entscheidende Spiel in Sindelfingen. Immerhin: Zu verlieren hat der TSV Weilheim dort nun nichts mehr.

sg

TSV Weilheim:

Patek, Mayer, Bleher, Weiss, Klein (6), Bächle (1), Rack (2), Binder (3/3), Schill (1), Dörr, Allgaier (5), Gomringer (3).