Lokalsport

25:25 Das VfL-Zittern geht weiter

Nichts für schwache Nerven war die letzte Bezirksliga-Partie für die Fans der Kirchheimer Handballer. 25:25 (15:12) trennte sich der VfL von Gastgeber SG Hegensberg-Liebers-bronn und ist damit seinen Abstiegssorgen noch nicht entledigt.

ESSLINGEN #Nervös und überaus hektisch agierte der VfL Kirchheim zu Beginn: Die Last der Bedeutung dieses Spiels war den Teckstädtern förmlich anzumerken. Es folgten einige Unachtsamkeiten in der VfL-Abwehr was die Angreifer der SG Hegensberg-Liebersbronn, bei denen sich vor allen Ralph Sluka mit einigen schön herausgespielten Treffern auszeichnen konnte, ausnutzten. Das VfL-Problem lag während der ersten Halbzeit weniger im Angriff den Gästen gelang wiederholt, den generischen Abwehrriegel mit herrlich herausgespielten Treffern zu überwinden , als vielmehr in der Abwehr.

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Zu nachlässig wurden die druckvollen Angriffsbemühungen der Spielgemeinschaft bekämpft, und VfL-Torhüter Härterich stand des Öfteren auf verlorenem Posten. Bis zur Pause konnte die SG Hegensberg-Liebersbronn einen beruhigenden 15:12-Vorsprung herauswerfen der Klassenerhalt des VfL Kirchheim rückte in weite Ferne.

Nach Wideranpfiff änderte sich am bisherigen Spielverlauf recht wenig. Als binnen weniger Minuten der Vorsprung des Gastgebers auf vier Tore (21:17) anwuchs, schienen für den VfL die Felle davon zu schwimmen. VfL-Coach Marc Eisenmann tat in dieser Situation das einzig Richtige: Er nahm eine Auszeit. Fortan wurden zwei SG-Angreifer in Manndeckung genommen, und diese Maßnahme zeigte Wirkung. Das flüssige Angriffspiel des Gastgebers war durch diesen taktischen Schachzug praktisch blockiert. Technische Fehler und Ballverluste waren die Folge bei Liebersbronn.

Der VfL witterte nun seine Chance. Engagiert gingen die Kirchheimer Handballer sowohl in der Abwehr als auch im Angriff zu Werke. Tor um Tor konnten sie dadurch wettmachen. Fünf Minuten vor Spielschluss war der Ausgleich geschafft. Doch der entscheidende Treffer zur Führung wollte für den VfL trotz bester Möglichkeiten nicht fallen. Das Zittern der mitgereisten VfL-Anhänger nahm danach fast unerträgliche Ausmaße an: Mit dem Schlusspfiff wurde den Gastgebern noch ein Siebenmeter-Strafwurf zuerkannt. Die Niederlage? Nein: Kirchheims Schlussmann Härterich machte die SG-Großchance zu Nichte es blieb beim 25:25.

Die VfL-Situation im Abstiegskampf bleibt ungeklärt. Abstieg oder Nichtabsteig hängt jetzt vom Ausgang der Relegationsspiele in der Landes- und Bezirksliga ab. Das Zittern geht also weiter.

vh

SG Hegensberg-Liebersbronn: Engelhardt, Clauß Postic (1/1), Lechner (1), Ruff (3), Veith (1), König (1), Wohlfahrt (4), Küchele (8/4), Osing (1), Sluka (4), Bayer (1)VfL Kirchheim: Härterich, Kunz Pradler (1), Latzel (4/1), Schulenburg (1), Simon (8/3), Keller (2), Weber (1), Karschin (1), Richter (3), Schafhitzel (3/1), Schmid (1).