Lokalsport

27:27 SGL zeigt alte Stärke

Mit einem respektablen 27:27 (12:11)-Unentschieden gegen den Tabellendritten TV Altenstadt meldete sich die SG Lenningen in der Handball-Verbandsliga zurück.

LENNINGEN Trotz mehrfacher Führungen auf beiden Seiten konnte sich keine Mannschaft in diesem Spiel entscheidend absetzen. Es lief alles auf die Schlussphase zu, welche spannungsgeladen war. In der 56. Minute parierte SG-Torsteher Sven Lamparter einen Strafwurf von Manuel Bosch und im Gegenzug scheiterte Daniel Brugger an Bilal Gücli. Besser machte es Felix Jetter 26:25 (56.). Lenningen, nie aufgebend, glich durch Daniel Brugger zum 26:26 (58.) aus. Die Spannung war zum Greifen. Eine kurze Unaufmerksamkeit der SG-Abwehr nutzte Markus Schade zur 27:26-Führung. War's das?

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Nein, Jan Lamparter, bis dahin eher unauffällig in Sachen Torewerfen, "fräste" sich durch die gegnerische Abwehr und markierte noch den 27:27-Endstand.

SG-Neucoach Holger Kiedaisch hatte seine Abwehr gegen die sehr körperbetont spielenden Gäste gut eingestellt. "Die kämpferische Einstellung hat heute gestimmt", betonte Kiedaisch und bekräftigte: "Es hat sich gezeigt, dass die Mannschaft intakt ist." Tribünengast Otto Leitner hatte eine ähnliche Sichtweise: "Gegenüber den letzten Spielen, als wir in Rückstand gerieten, fielen wir diesmal nicht auseinander. Heute war ein hundertprozentiger Einsatzwillen vorhanden."

Vor allem Michael Bosch und Manuel Feitz hatte die SG gut im Griff. Dafür war Engin Eroglu kaum zu bremsen. Auch eine Verletzung in der zweiten Halbzeit konnte ihn kaum stoppen. Zusammen mit Markus Schade und Felix Jetter trieb er den TVA-Angriff an. Ausgleichen konnte dies das SG-Trio Christoph Wiesinger, Jens Kirschmann und Daniel Brugger. Und was die erste Halbzeit anbetraf, da war Lenningen sehr präsent: Zwischen der 19. und 24. Minute legten sich Christoph Wiesinger, Jens Kirschmann und Hagen Braunwarth mächtig ins Zeug und warfen einen 12:9-Vorsprung heraus. Die Wiesinger-Tore, ohne Zaubertricks, waren nach dem Geschmack der SG-Fans. Dass dann der TVA wieder auf 11:12 (29.) heran kam, lag auch mit daran, dass Jens Kirschmann und Jochen Gökeler kurz hintereinander mit Strafzeiten belegt wurden.

"In solchen Situationen möchte ich mehr Professionalität sehen", mahnte Kiedaisch an. Im zweiten Spielabschnitt wechselte die Führung ständig. Nach dem 14:13 (33.) durch Steffen Kazmaier lagen die Vorteile etwas mehr bei den Gästen. Ihr Tempospiel zwang Lenningens Abwehr zu höchster Konzentration. Felix Jetter, ständiger Unruheherd, und Kämpfer Erkan Eroglu hetzten die SG-Abwehr. Die punktete mit. Sven Lamparter reagierte mehrmals goldrichtig, und die 5:1-Abwehrformation, bei der wechselweise Jens Kirschmann, Jochen Renz und Hagen Braunwarth vorgezogen spielten, hielt dem gegnerischen Druck stand. Das gab Impulse nach vorne. Sehr sicher spielte Steffen Kazmaier. Der Beleg: alle Strafwürfe verwandelt. Beim 20:19 (47.) durch Wiesinger und 21:19 (49.) durch Braunwarth deutete sich eine Absetzbewegung an. Doch Bosch verkürzte per Strafwurf 20:21 (49.). Eine Minute später legte Brugger zum 22:20 nach, der dann nochmals den letzten SG-Vorsprung zum 24:23 (54.) heraus warf. Nach Braunwarths 25:25-Ausgleich erfolgte das eingangs erwähnte Zittern.

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SG Lenningen: S. Lamparter, Born; C. Wiesinger (8), Kazmaier (6/5), Brugger (4), Kirschmann (4), Braunwarth (3), J. Lamparter (2), Austen, Gökeler, Leitner, Renz, Segeritz, J. Wiesinger.Zuschauer: 280. Schiedsrichter: Lies/Lies, Stuttgart, leiteten sehr gut.