Lokalsport

28:29 Kräfteschwund auf der Zielgeraden

Eine schmerzliche 28:29-Niederlage mussten Weilheims Handballer am Sonntag bei der Hbi Weilimdorf/Feuerbach einstecken. Nur zu Beginn und zum Ende der Partie, als das Spiel im Grunde schon verloren war, zeigten die Schlichtenmayer-Schützlinge eine Leistung, die eines Tabellenzweiten würdig war.

WEILIMDORF In der Abwehr und auch im Angriff der Weilheimer regierte über weite Strecken das Chaos. Das Spiel begann so, wie die vorangegangene Partie geendet hatte: mit einem vergebenen Strafwurf. Trotzdem lagen die Limburgstädter durch zwei Weiss-Treffer anfangs mit 2:0 in Führung. Die Gastgeber nutzten aber bereits jetzt das zögerliche Abwehrverhalten der Weilheimer und schafften bis zur 9. Minute den Ausgleich zum 3:3. Beim 4:3 ging Weilimdorf erstmals in Führung. Ein Doppelschlag von Allgaier zum 5:4 bedeutete die letztmalige Führung. Gomringers Treffer zum 6:6 war kurz danach auch der letztmalige Gleichstand in diesem Spiel.

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Immer wieder war es Petschuka, der zwölffache Torschütze der Gastgeber, der die Weilheimer Abwehr einschließlich Torhüter vor unlösbare Probleme stellte und seine Mannschaft im Alleingang mit 9:6 in Führung brachte. Volker Allgaier verkürzte zwar erneut, aber ansonsten dominierte Standhandball das Angriffsspiel der Limburgstädter. Beim 13:8 lagen die Hausherren erstmals mit fünf Toren in Front. Weilheims Trainer Dieter Schlichtenmayer ordnete nun eine Manndeckung gegen Petschuka an, die auch Wirkung zeigte. Durch vier Treffer in Folge kam der TSV wieder auf 11:13 heran. Doch der dritte vergebene Strafwurf brachte postwendend den 11:14-Halbzeitstand.

Wer von den zahlreichen Weilheimer Fans eine Wende in der zweiten Hälfte erwartet hatte, sah sich getäuscht. Zwar verkürzten Allgaier und Weiss beim 15:19 nochmals auf vier Treffer, aber das 15:21 in der 40. Minute bedeutete wieder einen Sechs-Tore-Rückstand. Auch in der Folgezeit kamen die Gäste nie näher als auf fünf Tore heran und spätestens beim 22:28 in der 54. Minute war das Spiel entschieden. Erst jetzt wachte der TSV nochmals auf: Zweimal Bleher, Gomringer per Siebenmeter, Schill, und plötzlich stand es in der 58. Minute nur noch 26:28.Die Hausherren schafften das 26:29 bevor Allgaier und Gomringer mit einem weiteren Strafwurf zum 28:29-Endstand verkürzten.

Vielleicht kommt die jetzige Spielpause zur rechten Zeit, damit sich die angeschlagenen Spieler wieder erholen können. Mit der Leistung aus den beiden letzten Spielen wird es jedoch schwer werden für den TSV Weilheim, die für das Behaupten des zweiten Platzes erforderlichen vier Punkte aus den noch ausstehenden Begegnungen zu holen.

sg

TSV Weilheim:

Patek, Mayer, Rack (1), Schill (2), Klein, Binder (1/1), Gomringer (3/2), Weiss (6), Bleher (5), Allgaier (9/1), Dörr, Bächle (1).