Lokalsport

29:36 – Schiffbruch an der Erms erlitten

TSV Weilheim patzt im Relegationshinspiel

Der Klassenerhalt ist für den TSV Weilheim in weite Ferne gerückt. Im ersten Relegationskampf beim TSV Dettingen/Erms kamen die Weilheimer Landesliga-Handballer mit 29:36 (13:17) gehörig unter die Räder. Im Rückspiel am kommenden Sonntag muss der TSVW-Anhang nun auf ein kleines Wunder hoffen.

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Dettingen/Erms. Die zahlreichen TSVW-Fans taten am Samstagabend ihr bestes und unterstützten die eigene Mannschaft lautstark, doch bei den Weilheimern im Ermstal lief nicht viel zusammen.

Nach einem vielversprechenden Auftakt inklusive eines 2:0, dominierten fortan fast nur noch die Gastgeber. Zwar konnte der TSV Weilheim die Partie rund eine Viertelstunde lang ausgeglichen gestalten, doch mehr und mehr war der sprichwörtliche Wurm im Spiel. Vor allem mit dem linken Rückraumspieler der Dettinger hatten die Weilheimer große Probleme. Als TSVW-Trainer Markus Beichter ihm einen Sonderbewacher an die Seite stellte, nutzten die Teamkollegen des Dettingers die größer werdenden Räume in der Weilheimer Abwehr gnadenlos aus. Stand es nach einer Viertelstunde noch 7:7, zogen die Gastgeber bis zur 20. Minute auf 12:8 davon.

Jedem Weilheimer Treffer folgte fast postwendend ein Tor der Dettinger. Schließlich gingen die Limburgstädter mit einem 13:17 in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel am Spielverlauf. Die Weilheimer wirkten ratlos angesichts der geschickten Dettinger Kreisanspiele und agierten über die komplette Spielzeit hinweg zu passiv. Zudem ärgerlich: den Weilheimern gelang in den ersten sechs Minuten der zweiten Halbzeit kein Treffer. Ganz anders die Dettinger. Bis zur 50. Minute bauten sie ihren Vorsprung auf 29:20 aus. Zum Spielende hin bekam der TSVW noch etwas die Kurve und verkürzte noch auf 29:36.

Unbefriedigendes Fazit: In einem Spiel mit vielen Zeitstrafen lieferte nur Youngster Fabian Zettl eine gute Leistung ab. Um gegen den TSV Dettingen/Erms zu bestehen, müssen alle Weilheimer Akteure im Rückspiel eine Topleistung bringen, ansonsten ist der Traum, über die Relegation doch noch den Klassenerhalt zu schaffen, schon früh geplatzt. Die ­TSVW-Verantwortlichen hoffen auf eine Rückkehr von Routinier Marco Schill, der am vergangenen Samstag verletzungsbedingt nicht zum Aufgebot gehörte.

Der TSV Weilheim muss das Rückspiel vor heimischem Publikum nun mit mindestens acht Toren Differenz gewinnen, wobei der Gast im letzteren Fall nicht mehr als 28 Tore erzielen darf. Dann wäre der TSV Weilheim für die zweite Relegationsrunde qualifiziert. Weilheimer Motto nach dem Flop im Ermstal: Die Hoffnung stirbt zuletzt. In einer ähnlichen Situation befanden sich die Weilheimer auch schon nach den Niederlagen gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen und den TSV Alfdorf. Eigentlich schon sicher abgestiegen, startete das Team von Trainer Beichter einen fulminanten Endspurt und sicherte sich noch den Relegationsplatz. pa

TSV Dettingen/Erms: Hiller, Syrbe; Klinger (9), Müller (5), de Melo (4), Gänßlen (6/1), Panitz (9/4), T. Schulz (1), Jack, Kramer, Posch, L. Schulz (2).

TSV Weilheim: Rehkugler, Bierbaum; Auweter (4/2), S. Sigel (2), Bächle (1), Zettl (5), Bachofer (5/2), Mauch, Seyferle (5), T. Sigel, Allgaier (7), Rödig.