Lokalsport

30:32 Heimkomplex nimmt einfach kein Ende

Im Täle nichts Neues: Owens Handballer laborieren weiter an einem schweren Heimkomplex. Trotz bester Vorsätze setzte es gegen den TSV Wolfschlugen in der Teckhalle am Sonntagabend eine 30:32 (16:14)-Niederlage.

OWEN Vor dem Spielbeginn musste der TSV Owen eine erste Hiobsbotschaft hinnehmen: Torhüter Matthias Carrle verletzte sich beim Aufwärmen und konnte nicht eingesetzt werden. Die Partie begann positiv für die Teckstädter. Lars Kirchner brachte den TSV Owen mit 1:0 in Führung. Doch Wolfschlugen glich umgehend aus. Bis zum 4:3 legten die Gelbhemden stets vor, Wolf-schlugen egalisierte jedoch stets. Es folgte die beste Phase im Spiel des TSV Owen. Die Abwehr vor Bastian Reckziegel stand hervorragend und so kam der TSVO zu schnellen Ballgewinnen. Owen zog auf 7:3 davon.

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Doch die "Hexenbanner" aus Wolfschlugen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und spulten routiniert ihr Pensum herunter. Beim 7:6 war der Anschluss wieder hergestellt. Owen hielt dagegen und zog bis zur 20. Minute sogar auf 14:9 davon. Nun reagierte TSVW-Trainer Florian Beck und zog die grüne Karte. Die Auszeit zeigte Wirkung, denn die Teckstädter verloren den Faden im Spiel. Wolfschlugen nutzte das gnadenlos aus, kam wieder heran. Beim Stand von 14:13 war die Partie wieder offen.

Nun nahm der TSVO seine Auszeit. Die taktischen Anweisungen des Trainergespannes Winkler/Blumauer trafen offene Ohren. Heiko Hoyler markierte kurz vor dem Seitenwechsel das 16:13.

Nach dem Pausengetränk kam beim TSVO wie schon des Öfteren in dieser Saison der Angriffsmotor ins Stottern. Binnen drei Minuten hatten die Gäste aus dem 14:16-Halbzeitrückstand eine 18:16-Führung herausgeworfen. Doch Owen kämpfte, kam zurück ins Spiel. Beim 20:20-Ausgleichstreffer von Bastian Klett war Owen wieder auf Augenhöhe. Als Lars Kirchner nach einem feinen Pass von Bastian Reckziegel die 21:20-Führung für Owen erzielte, kochte die Teckhalle fast über. Kurz darauf erhöhten die Teckstädter sogar auf 23:20 der Tabellendritte taumelte in dieser Phase wie ein angeschlagener Boxer. Aber er fiel nicht. Es folgte die wohl spielentscheidende Szene: Den Gastgebern bot sich die Chance zum 24:20, doch diese ließen sie ungenutzt. Die bis dahin hervorragend leitenden Unparteiischen stellten sodann innerhalb von 70 Sekunden gleich drei Owener Spieler mit Zwei-Minuten-Strafen vom Platz. Dies nutzten die Gäste weidlich, um die Partie zu drehen. Beim 23:24 war Wolfschlugen wieder in Front. Owen glich zwar nochmals aus (25:25), doch der Faden im Angriffsspiel war gerissen. Wolfschlugen zog mit all seiner Routine auf 30:26 davon.

Damit war in einer spannenden und phasenweise gutklassigen Württembergliga-Partie die Vorentscheidung gefallen. Owen verkürzte zwar nochmals, doch der eigentlich verdiente Punktgewinn blieb den Teck-städtern auch im letzten Heimspiel 2007 versagt.

Jetzt heißt es fürs Erste, die Wunden zu lecken. Bis zum nächsten Liga-Spiel beim Abstiegskonkurrenten Nürtingen haben Winkler und Co. noch vier Wochen Zeit.

jb

TSV Owen: Reckziegel, Schwaab Dunkel (1), Kirchner (4), Weiss, Hoyler (7), Krüger (1), Meissner, Schmidt (2), S. Klett (7/2), B. Klett (2), Hanssen, Winkler (6/2)TSV Wolfschlugen: Richter, Herrmann Kutschbach (5/2), Wallnitz (1), Alber, Illi (4/1), Geiger, Stoll (2), Brack (4/2), Brunner (3), Stratmann (4), Segeritz (3), Schmieder (6)Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier (HSV Stuttgart-Nord)