Lokalsport

"3:1 wäre ein gutes Polster"

Kracher zum Jahresbeginn: Der frisch gekrönte deutsche Pokalsieger TTC Frickenhausen trifft in der Sporthalle auf dem Berg auf den amtierenden Deutschen Meister Müller Würzburger Hofbräu. Das erste Halbfinale im ETTU-Pokal beginnt heute Abend um 18 Uhr, das entscheidende Rückspiel findet Anfang Februar statt.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Die Franken haben noch zwei Rechnungen offen: In den letzten beiden Begegnungen in der Bundesliga (1:6) wie im Pokal (1:3) setzte es für sie schmerzhafte Niederlagen. Das kam, mit Blick auf die aktuellen Leistungsstärken beider Teams, nicht von ungefähr: Während der TTC Frickenhausen (17:3 Punkte) derzeit auf einer Erfolgswelle schwimmt und zumindest bis morgen noch die Bundesliga-Tabelle anführen wird, steckt Würzburg (11:9) als Tabellensechster derzeit im Mittelfeld fest.

Das Jahr beginnt für den TTC so, wie das letzte endete: Zwei Schlagerspiele stehen in den nächsten zwei Wochen auf dem Programm. Zunächst kommt der amtierende Deutsche Meister Müller Würzburger Hofbräu nach Frickenhausen, um das erste Halbfinalspiel um den ETTU-Pokal zu bestreiten, eine Woche später gibt es in der Bundesliga eine Wiederauflage des Pokalfinales gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen, die mit 16:2 Zählern derzeit Frickenhausens engste Verfolger sind. "Die Spiele gegen Würzburg entwickeln sich langsam aber sicher zu Klassikern", sagt Manager Christoph Reuhl und zählt drei Partien auf: "Letztes Jahr Finale um die deutsche Meisterschaft, vor Weihnachten das Halbfinale im DTTB-Pokal und nun das Halbfinale im ETTU-Cup."

Gemessen an den letzten beiden Begegnungen könnte der 37-Jährige dem heutigen Spiel zuversichtlich entgegensehen. Die Bundesligabegegnung verloren die Würzburger in der eigenen Halle, eine Woche vor Weihnachten schieden sie im Halbfinalspiel um die deutsche Pokalmeisterschaft gegen Frickenhausen aus. "Ich hoffe, dass diese Siege der Mannschaft Auftrieb geben. Wir haben hier einen leichten psychologischen Vorteil, den wir nützen müssen", verlangt Reuhl. Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann hofft darauf, dass bei seinem Team durch das Erreichen der Pokalmeisterschaft der sprichwörtliche Knoten geplatzt ist. "Wir werden sehen, ob es uns gelingt, die Euphorie des letzten Jahres ins neue Jahr hinüber zu nehmen."

Wohlhaupter-Hermann ist überzeugt davon, dass die beiden Siege gegen die Franken seinem Team Selbstbewusstsein gegeben haben und wünscht sich ein deutliches Resultat. "Ein 3:1-Sieg wäre ein gutes Polster für das Rückspiel", sagt er. Wie die Partie auch ausgehen wird, danach ist Feiern angesagt: Der TTC lädt all seine Fans nach der Spitzenbegegnung gegen Würzburg in die Festhalle ein, um nachträglich nochmals die Deutsche Pokalmeisterschaft zu feiern.