Lokalsport

3:2 TSV Notzingen beerbt den TSG Zell

Der TSV Notzingen hat eine 12-jährige Durststrecke beendet. Erstmals seit 1993 (damals 3:1-Sieg gegen Jesingen) hat der Bezirksligist wieder den Teckbotenpokal gewonnen. Im Finale besiegte der TSVN die SGEH mit 3:2 (2:0).

KIRCHHEIM Die SGEH startete in den Schlussminuten eine nicht mehr geglaubte Aufholjagd. Nach dem 2:3, welches bereits in der Nachspielzeit fiel, musste die Eichert-Elf nochmals kurz um den Sieg zittern.

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Wie das Spielende präsentierte sich auch die Anfangsphase. Danell Stumpe prüfte Notzingens Goalie Martin Habram schon in der ersten Minute. Dieser konnte Stumpes 20-Meter-Geschoss zur Ecke entschärfen. Im Gegenzug zeigten die Notzinger, wie's gemacht wird. Der beste Mann des TSV Notzingen, Patrick Brucker, war nach einem Steilpass nicht mehr zu bremsen und jagte das Leder per Linksschuss ins rechte Toreck der SGEH (2.) zur 1:0-Führung.

Danach verflachte die Partie, welche in der Folgezeit von viel Kampf und Fehlpässen geprägt war. Das Hauptgeschehen der Szenerie lag im Mittelfeld. Die SGEH war bemüht und konnte sich im Zuge der ersten Halbzeit offensiv entfalten. Dennoch blieben die hochkarätigen Chancen für die SGEH aus. Für den zweiten Paukenschlag zeichnete dann Notzingens Nuno Estevez verantwortlich. Der 18-jährige Neuzugang aus der A-Jugend des VfL Kirchheim angelte sich das Spielobjekt an der Strafraumgrenze der Alb-Truppe, versetzte zwei Gegenspieler und versenkte den Ball zum 2:0 (20.). Die letzte notierenswerte Torgelegenheit vor der Pause verbuchte TSVN-Spielertrainer Stefan Haußmann, dessen Freistoß aus zwanzig Metern knapp über die Latte huschte.

Nach dem Seitenwechsel war keine Wende in Sicht. Notzingen agierte nun kontrolliert aus der Defensive. Die SGEH zeigte sich zu durchsichtig in ihren Aktionen und scheiterte meist vor dem Notzinger Strafraum. Trotz so manch gelungenem Flügelspiel der SGEH blieben die Flanken zu lieblos, um SGEH-Kopfballungeheuer Danell Stumpe in Szene zu setzen. So plätscherte das Spiel dahin, die Haußmann-Crew wirkte souverän und ließ nichts anbrennen, bis Notzingen selbst für Stimmung sorgte. Michael Fischer setzte das Leder im Strafraum an den Pfosten (40.) und verursachte fast ein Eigentor.

Die von allen als Entscheidung anerkannte Szene folgte nach achtundvierzig Minuten. Eine Co-Produktion von Patrick Brucker und Ingo Schäfer wurde Gabriel Andrijevic aufgelegt, der aus zwölf Metern das 3:0 fabrizierte sicher das schönste Tor des Endspiels (48.). Danach lag gar das 4:0 in der Luft, doch ein Abpraller landete vor der SGEH-Torlinie.

Gegen Ende drehte die Pflüger-Elf nochmals auf. Danell Stumpe (52.) sorgte zweimal für Hektik im Notzinger Strafraum. Zum einen setzte er Birant Sentürk ein, der dessen Auflage aus zehn Metern jedoch nicht im Gehäuse unterbringen konnte, zum anderen konnte ein Freistoß von ihm nur noch auf der TSVN-Torlinie entschärft werden (54.).

Als sich bereits alle auf die Siegerehrung vorbereiteten, ließen's die Kicker von der Alb nochmals krachen. Erst lochte Michael Pflüger zum 3:1 ins linke Eck ein (59.), dann markierte Christian Müller nach Vorarbeit von Birant Sentürk den 2:3-Anschlusstreffer (60.). Am Ende rettete Notzingen jedoch den Turniersieg und beerbte somit Vorjahressieger TSG Zell.

TSV Notzingen:

Habram Schenk, Müller, Haußmann, Giehl (44. Ruff) Fischer (50. Genc), Paric, Estevez, Brucker Schäfer, Andrijevic (48. Yildic).SGEH:

Sven Laderer Dere, Nachtmann, Friedl, Florian Laderer Pereira, Sentürk, Strobel (26. Patrick Müller), Pflüger Stumpe, Reinhofer (38. Christian Müller).Tore:

1:0 Patrick Brucker (2.), 2:0 Nuno Estevez (20.), 3:0 Gabriel Andrijevic (48.), 3:1 Michael Pflüger (59.), 3:2 Christian Müller (60.).Gelbe Karten:

Paric, Fischer Friedl, Patrick Müller.Schiedsrichter:

Bernd Schraitle (Beuren).Zuschauer:

450.