Lokalsport

5:0 – SFD demontieren Weilheim

Dettinger gewinnen die 46. Auflage des Teckbotenpokal-Turniers in Holzmaden deutlich

Gestern Abend um 19.08 Uhr waren die SF Dettingen am Ziel ihrer (Teckbotenpokal)-Träume: Kapitän Jens Starkert und Defensivakteur Selcuk Yurt rissen gemeinsam bei der Siegerehrung den begehrten Cup in die Höhe. Die Art und Weise, wie die Sportfreude beim Finalknüller vor 1350 Zuschauern gegen den TSV Weilheim agierten, nötigte auch neutralen Besuchern Respekt ab. Mit 5:0 (1:0) demontierten die SFD den Ligakonkurrenten und sicherten sich zum fünften Mal seit 1961 den Pokalsieg. Es war das zweithöchste Resultat in einem Teckbotenpokal-Finale. Auch am höchsten waren im Übrigen die SFD unmittelbar beteiligt: 1983 kanzelten sie einst den FC Eislingen II mit 9:0 ab.

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Holzmaden. Holzmaden: Ein gutes Pflaster für die Dettinger. 2001 hatten die SFD just im Brühl letztmals in die Siegerliste des Turnier-Klassikers eingetragen – damals siegten sie im Finale gegen den TSV Ötlingen. War es gegen das Team aus dem Rübholz ein relativ knappes Unterfangen (2:0), rieben sich die Besucher des diesjährigen Endspiels verwundert über die Eindeutigkeit der Angelegenheit die Augen. „Die Dettinger waren ganz einfach besser“, kommentierte Weilheims Spielleiter Günther Friess die Demontage, während ein paar Meter weiter die Sportfreunde mit Gesängen, Bierduschen und Freudentänzen den ersten Teckbotenpokal-Triumph seit sieben Jahren überschwänglich feierten.

Besonders für SFD-Spielertrainer Peter Merkle war der Sieg förmlich das i-Tüpfelchen der Woche. Am vergangenen Dienstag war der 37-jährige erstmals Vater geworden. „Einfach eine schöne Woche“, sagte der Spielertrainer freudestrahlend. Merkle erinnerte zudem nochmals daran, dass sein Team unter anderem den hohen Favoriten TSV Bad Boll aus dem Turnier befördert hatte.

Die Geschichte des Spielverlaufs ist schnell erzählt. Während die Weilheimer, offenbar am Ende ihrer Kräfte, nur selten im gegnerischen Strafraum aufkreuzten und der Spielaufbau viel zu häufig früh ins Stocken geriet, sprühten die Dettinger vor Tatendrang. Fürs erste Tor musste freilich ein Strafstoß herhalten: Weilheims Keeper Dominik Drexler hatte den Sekunden zuvor eingewechselten SFD-Stürmer Tim Lämmle gefoult, Dettingens Kapitän Jens Starkert den anschließenden Elfmeter sicher verwandelt – der Anfang vom Ende für die Limburgstädter. Ein Traumtor von Gökhan Caglar (traf mit einem Volleyschuss vom Strafraumeck in den linken Torwinkel) und ein kurioser Treffer (Dettingens Benjamin Hubert wurde beim 3:0 angeschossen) sorgte binnen 40 Sekunden für Klarheit im Brühl. Caglar traf noch zwei weitere Male und wurde anschließend unter tosendem Applaus der SFD-Anhängerschaft ausgewechselt. Als Oberliga-Schiedsrichter Johannes Steck (Nürtingen) abpfiff, kannte der Jubel auf Dettinger Seite keine Grenzen. Ulrich Gottlieb, Verleger des Teckboten, überreichte dem siegreichen Team auf dem Spielfeld unter dem Beifall des Publikums den Pokal. Der Auftakt für einen langen Abend für Dettinger Kicker, Fans und Funktionäre.

SF Dettingen: Kälberer – Wohlfahrth, (46. Maiwald), Merkle, Yurt, Riedl – Schenk (26. Weber), Gulyas, Starkert, Hubert – Renz (22. Lämmle), Caglar (46. Walter).

TSV Weilheim: Drexler – Christian Cronauer, Strohmaier, Sigel, Walter – Hartmann (49. Glück), Kadoic (49. Hack), Kauderer (38. Sebastian Cronauer), Ruggiero (38. Schmid) – Hörsting, Stumpe.

Tore: 1:0 Jens Starkert (23., Foulelfmeter), 2:0 Gökhan Caglar (36.), 3:0 Benjamin Hubert (37.), 4:0, 5:0 Gökhan Caglar (41., 44.).

Gelbe Karten: Drexler, Hörsting.

Schiedsrichter: Johannes Steck (Nürtingen).

Zuschauer: 1350.