Lokalsport

6:1 zum Abschluss des Fünferpacks

Als unerwartet harter Brocken für den TTC Frickenhausen erwies sich der TSV Schwalbe Tündern, der am Sonntag zu Gast im Täle war und bewies erneut, dass es in der Tischtennis-Bundesliga keine schwachen Gegner gibt.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Mit hoher Moral und noch größerem kämpferischen Einsatz gelang es dem TTC Frickenhausen mit einem 6:1-Sieg seine erfolgreiche Serie fortzusetzen. Der TSV Schwalbe Tündern bildete den Abschluss des Fünferpacks an Gegnern, den die Truppe von Trainer Qiu in den letzten zwei Wochen zu bewältigen hatte.

Der Tabellenletzte, der zuletzt in Gönnern nur knapp eine Sensation verpasst hatte, präsentierte sich mit veränderter Aufstellung. Wegen der guten Leistung in der Vorrunde rückte Dimitrij Ovtcharov ins vordere Paarkreuz auf die Nummer eins, während Stefan Feth in der Rückrunde die Nummer drei trägt. Bereits in den Doppeln gab es eine Überraschung für den TTC.

Während das Duo Wosik/Tokic das Doppel Chen/Bardon in kürzester Zeit 3:0 schlug, hatten Ma Wenge und Jens Lundquist mit Dimitrij Ovtcharov und Stefan Feth erhebliche Probleme. Bereits im zweiten Satz mussten sie mit 1:11 eine ungewohnt hohe Niederlage hinnehmen, gerieten in Satz drei in Rückstand, den sie jedoch egalisieren konnten. Im Entscheidungsspiel kam in der Endphase dann noch ein Fünkchen Pech hinzu ein Netzroller entschied die Partie zugunsten der Gäste.

Ma, von einer Erkältung gezeichnet, wirkte in seinem Einzel gegen Chen müde und überließ dem Gast zunächst die Initiative. Dieser jedoch konnte selbst eine 10:8-Führung im ersten Satz nicht verwerten und verlor in der Verlängerung 11:13. Ab Satz zwei hatte Ma sein Gegenüber dann gut im Griff, blieb in seiner Chancenauswertung konsequent und schlug ihn verdient 3:0.

Ein wahrhaftiges Spitzenspiel lieferten sich Jens Lundquist und Jugendeuropameister Dimitrij Ovtcharov. Der Schwede begegnete seinem Gegenüber mit viel Respekt, welches der Youngster ausnutzte. Nach einer Satzteilung hatte es Lundquist auf dem Schläger und hätte die vorzeitige Entscheidung einleiten können. Doch der 17-Jährige zeigte einen enorm starken Einsatz und luchste dem Routinier den Satz trotz 6:10-Rückstandes ab. Dann erwachte der Kampfgeist des Schweden. Mit kontrolliertem Angriffsspiel übernahm er die Initiative und wurde für sein Engagement belohnt. Nach fünf Sätzen hieß es 3:2 für ihn und auch die Zuschauer waren der Meinung: "Das war spitze!"

Torben Wosik nahm in seinem Match gegen Bardon in Satz zwei eine Auszeit, als er kurzzeitig den Ausgleich hinnehmen musste. Ansonsten beherrschte er seinen Gegner souverän und ließ Tünderns Nummer vier keine Chance. Im Spiel Tokic gegen Feth ging es schon spannender zu. Zweimal musste der Slowene in die Verlängerung, einen Satz musste er abgeben. Doch einmal mehr bewies Tokic seine kämpferische Klasse und gewann 3:1.

Fast hätte es noch eine Überraschung gegeben. Im Spiel der beiden Spitzenakteure zeigte Ovtcharov erneut, dass er sich durchaus mit Weltklassespielern wie Ma Wenge messen kann. Zwei Sätze nahm der 17-Jährige dem Routinier ab und gestaltete auch den Verlängerungssatz spannend. Am Ende siegte mit Ma Wenge der Erfahrenere.

Präsident Wohlhaupter-Hermann war mit der Moral seiner Mannschaft sehr zufrieden: "Wir haben ein schönes Spiel gesehen, das ohne weiteres auch 6:2 oder 6:3 hätte ausgehen können." An Weihnachtspause ist beim TTC noch nicht zu denken. In zwei Wochen steht der Club im Viertelfinale des DTTB-Pokals, welches in Dillenburg ausgetragen wird. Gegner wird dann Fulda sein.

Ma/Lundquist Ovtcharov/Feth 2:3 (11:7, 1:11, 11:13, 11:3, 9:11); Wosik/Tokic Chen/ Bardon 3:0 (11:7, 11:3, 11:6); Ma Chen 3:0 (13:11, 11:6, 11:3); Lundquist Ovtcharov 3:2 (8:11, 11:7, 10:12, 11:6, 11:6); Wosik Bardon 3:1 (11:5, 1:11, 11:5, 11:4); Tokic Feth 3:1 (13:11, 11:5, 7:11, 12:10); Ma Ovtcharov 3:2 (6:11, 11:3, 6:11, 11:7, 11:6).