Lokalsport

7:9 Bitteres Ende im ersten "Finale"

Der Auftakt zur Rückrunde geriet für Tischtennis-Verbandsklassist VfL Kirchheim zu einer Art Finale: Zu Gast beim Tabellenzweiten war der designierte Meister TTC Gnadental. Der VfL verlor 7:9 die knappe Niederlage hatte keiner erwartet.

KIRCHHEIM Das Spiel aus der Vorrunde war noch nicht aus den Köpfen. Mit einer herben 1:9-Demontage wurden die VfL-Cracks im Oktober von den Hohenlohern heimgeschickt. Vor allem das vordere Paarkreuz der Gäste mit dem Chinesen Gao Peng und dem Ungarn Ferenc Majer erspielte die sagenhafte Vorrunden-Bilanz von 33:1 Siegen.

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Als Vize-Herbstmeister in letzter Sekunde hatte sich das Teck-Sextett, das mit Gnadental, Schorndorf und Musberg drei große Brocken vor sich hatte, über die Winterpause gut vorbereitet. Etliche Trainingseinheiten sowie mehrere Vorbereitungsturniere standen auf dem Programm, um einen erfolgreichen Rückrundenstart zu sichern und um die "Demütigung" gegen den fast schon sicheren Meister vor heimischem Publikum zurechtzurücken.

Nach den Eingangsdoppeln sah es bereits schlecht für die VfL-Spieler aus, als Schorradt/Stoll im fünften Satz klein beigeben mussten, nachdem zuvor erwartungsgemäß Hummel/Kleefeldt siegten und Hohl/Rohr abgaben. Für eine handfeste Überraschung sorgte Klaus Hummel, der derzeit in Biberach ein Aufbaustudium besucht und mit der Bundesligareserve des TTF Ochsenhausen mittrainieren darf. Nach cleverem Spiel und starker kämpferischer Leistung bezwang er Majer im Entscheidungssatz. Michael Hohl fand gegen Abwehrspieler Peng nicht zu seinem Spiel und musste ebenso wie Andy Rohr (gegen Kramer) den Sieg dem Gast überlassen.

Jetzt folgte ein starke VfL-Serie, in der Oldie Axel Schorradt mit einem "engen" Fünfsatzsieg gegen Zeisberger den Anfang machte. Im hinteren Paarkreuz überzeugte zunächst Steffen Stoll mit einem sicheren Sieg gegen Reinhardt, bevor Michael Kleefeldt, tags zuvor aus seiner Heimat Brasilien angereist, mit seinem Sieg gegen Mack die einzige VfL-Führung zum 5:4 erspielte. Klaus Hummel, ohnehin kein Freund von Abwehrspielern, wurde anschließend vom überragenden Gao Peng vorgeführt, während am Nebentisch Michael Hohl den Ungarn Majer am Rande einer Niederlage hatte.

Trotz taktisch besser werdendem Spiels von Hohl siegte der Routinier Majer knapp im fünften Satz. Besser machte es Rohr, der Zeisberger keine Chance ließ und nochmals verkürzte. Die Spielentscheidung folgte in den Partien von Schorradt und Stoll, als beide Satz- und Matchbälle nicht verwerten konnten und jeweils ihre Spiele abgaben. Michael Kleefeldt verkürzte mit seinem zweiten Einzelsieg zwar noch einmal auf 7:8, wobei die "unlösbare Aufgabe" des Kirchheimer Abschlussdoppels abzusehen war. Und so setzte es nach über dreieinhalb Stunden Spielzeit eine klare 0:3-Niederlage von Hummel/Kleefeldt, die trotz des schwächelnden Majers gegen den Spieler des Tages Gao Peng kein Mittel fanden.

"Bitter, wenn man am Schluss mit leeren Händen da steht", so der geknickte VfL-Topmann Klaus Hummel, "aber auf diese Leistung können wir aufbauen." Das können die Teck-Jungs schon kommende Woche zeigen, wenn mit dem SV Schorndorf die zweite Mannschaft nach Kirchheim kommt, gegen die sie in der Vorrunde verloren haben.

kh

Spielstenogramm

VfL Kirchheim - TTC Gnadental 7:9: Hummel/Kleefeldt - Zeisberger/Reinhardt 3:1, Hohl/Rohr - Peng/Majer 0:3, Schorradt/Stoll - Kramer/Mack 2:3, Hummel - Majer 3:2, Hohl - Peng 0:3, Rohr - Kramer 1:3, Schorradt - Zeisberger 3:2, Stoll -Reinhardt 3:0, Kleefeldt - Mack 3:1, Hummel - Peng 0:3, Hohl - Majer 2:3, Rohr - Zeisberger 3:0, Schorradt - Kramer 1:3, Stoll - Mack 2:3, Kleefeldt - Reinhardt 3:0, Hummel/Kleefeldt - Peng/Majer 0:3.