Lokalsport

Abschied in Raten

Enrico Wackershausers Abschied vom TSV Owen wird ein Abschied in Raten: Der Noch-Trainer der Owener Landesliga-Handballer bleibt dem TSV als Jugendtrainer erhalten. Die SG Teck profitiert von einer einjährigen Auszeit, die sich der 47-Jährige Handball-Lehrer im Aktivenbereich gönnen will.

BERND KÖBLE

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OWEN Sechs Mal noch wird Enrico Wackershauser auf der Owener Trainerbank Platz nehmen, bevor er diesen für seinen Nachfolger räumt. Der steht mit dem 34-jährigen Deizisauer Regionalligaspieler Christoph Winkler bereits in den Startlöchern. Doch sang- und klanglos wird Wackershauser nach achtjähriger Arbeit seine Zelte in Owen nicht abbrechen. Lange Zeit war unklar, ob mit dem Weggang des Trainers auch die A- und B-Jugendmannschaft der SG Teck Ausschau nach einer neuen Leitfigur halten müssen.

Die Spielgemeinschaft mit dem TSV Weilheim, von der sich beide Vereine einen Leistungsschub erhoffen, ist das Werk Wackershausers, der jetzt signalisierte: Ich bleibe. "Das Konzept war auf zwei Jahre angelegt", begründet der Trainer seine Entscheidung. "Dass ich jetzt nicht das Handtuch werfe, bin ich den Jungs schuldig." Der Nachwuchs könnte in der kommenden Saison gar von der Tatsache profitieren, dass sich Wackershauser selbst eine einjährige Auszeit vom Traineramt verordnet hat, und damit den Rücken frei hätte, sich verstärkt der Jugendarbeit zu widmen. Einigen Teams aus dem Bezirk hat der 47-Jährige bereits eine Absage erteilt.

Ein Hintertürchen hält er sich trotzdem offen: Sollte ein höherklassiger Verein in den kommenden Wochen bei ihm anklopfen, "dann müsste ich meine Entscheidung nocheinmal überdenken", meint er. Was das heißt? "Oberliga aufwärts", legt Wackershauser die Latte hoch. Als Inhaber der Trainer-B-Lizenz fiele für ihn die Tür zur Mannschaftskabine erst dort zu, wo er einst selbst als Spieler auf Torejagd ging: in der Bundesliga.