Lokalsport

Abstieg nach 24 Jahren

Eine Ära geht zu Ende: Nach über zwei Jahrzehnten Verbandsliga-Präsenz muss der SC Kirchheim künftig in der Schach-Landesliga antreten.

HANS HALLER

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KIRCHHEIM Überraschender Abstieg des Schachclubs Kirchheim aus der württembergischen Verbandsliga: Nach der deftigen 1,5:6,5-Schlappe gegen Meister Tübingen und anderen ungünstigen Resultaten müssen die SCK-Spieler doch noch in den sauren Apfel des Abstiegs beißen. Ursächlich für den SCK-Niedergang sind auch der Böblinger Abstieg aus der Zweiten Bundesliga und der Abstieg Ebersbachs aus der Oberliga. Der SCK verabschiedet sich nach langer Zugehörigkeit aus der Verbandsliga: 24 Jahre lang war der Club in dieser Liga präsent.

Der Wettkampf in Tübingen begann durchaus verheißungsvoll für die Cracks aus Kirchheim. Am Spitzenbrett besiegte Melcher den starken Schmittdiel problemlos, und auch das Remis von Ganter gegen Frick konnte sich sehen lassen. Aber das war es dann auch schon an Positivem: Schopf (5) stellte eine Figur ein, Richter (4) vergriff sich bereits in der Eröffnung gegen den hohen Favoriten Khadempour und auch die Ersatzleute Keuper (7) und Traier (8) hatten nicht ihren besten Tag. Selbst Fronmüller (6), der bisher eine gute Saisonbilanz hatte, spielte zu ängstlich und verlor. Am längsten kämpfte noch Flogaus (2) gegen Roth. Doch in einem Turmendspiel übersah er den sicheren Remis-Weg und verlor schließlich.

Angesichts der überraschenden Siege von Langenau und Weiler hätte dem SCK ohnehin nur ein Sieg zum Klassenerhalt geholfen selbiges war gegen die Unistädter diesmal nicht drin. Den entscheidenden Patzer hatten sich die Kirchheimer bereits im Spiel gegen den Absteiger Steinlach erlaubt. Nun geht der Blick nach vorne und die SCK-Führung davon aus, dass die Mannschaft im Wesent-lichen zusammenbleibt, um in der kommenden Landesligasaison ein spielstarkes Team zu stellen.