Lokalsport

Abstiegsgespenst auf der Flucht

Zwei Heimsiege für TTV-Volleyballerinnen

Die Dettinger Volleyballfrauen sind in der Landesliga endgültig angekommen: Mit zwei hervorragenden Heimsiegen gegen den VfB Friedrichshafen (3:0) und den SSV Ulm (3:1) holten die Teckanwohnerinnen ihre ersten vier Pluspunkte aufs Tabellenkonto. Das Beste freilich: Das Abstiegsgespenst ist fürs Erste verscheucht.

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Dettingen. Mit dem VfB Friedrichshafen war zunächst ein alt bekannter Gegner zu Gast, der als ebenso angriffs- wie abwehrstark gegolten hatte. Unbeirrt spielte die TTV-Sechs um die starke Libera Kerstin Schach im ersten Satz auf und fand sofort ins Spiel. Nach wenigen Minuten lag der TTV mit 13:9 in Führung, doch nach zwei Friedrichshafener Spielerwechseln verlor die Mannschaft um Trainer Wolfgang Babinger durch einen Abwehrfehler zwei Punkte und die Gäste kamen bis auf zwei Zähler heran. Doch nach dem 19:17 machte der TTV den Sack zu: Mit 25:17 gelang der Satzgewinn. Auch im zweiten Satz spielte der TTV unbekümmert auf und sammelte Punkt um Punkt (25:19).

Doch so schnell gaben die Friedrichshafenerinnen nicht auf. Im dritten Satz gelang es den TTV-Spielerinnen nicht, sich ausreichend abzusetzen – der VfB glich immer wieder aus. Die Ballwechsel wurden jetzt immer länger. Mit der Einwechselung von Jugendspielerin Silvia Schmid brachte Babinger eine erfolgreiche Variante auf der Außenposition ins Spiel: Schmid erzielte den Ausgleich. Beim 24:24 schaltete sich dann noch das heimische Publikum ein. Nach lauten Trommelwirbeln und einem herausragenden Angriff von Außenangreiferin Sandra Tratt war der Satzgewinn (27:25) und der erste Saisonsieg (3:0) für den TTV schließlich perfekt.

Beflügelt von ihrem ersten Saisonsieg spielten die Dettingerinnen gegen den Tabellenletzten SSV Ulm frei auf. Trotzdem verlief der erste Satz (25:23) äußerst eng. Völlig von der Rolle kassierten die TTVlerinnen in Durchgang zwei Punkt für Punkt. Die Annahme schwächelte, der Angriff kam nicht durch. Nach dem 1:8-Rückstand begann der Versuch einer Aufholjagd – ohne Erfolg. Die Gäste zogen auf elf Punkte weg, siegten am Ende 25:16 – der 1:1-Satzausgleich. Jetzt mussten die Dettingerinnen noch mal alles geben, um das Kellerduell noch zu gewinnen.

Wie aufgedreht begannen sie denn auch den dritten Satz. Gegen die ausgezeichneten Angriffe von Mittelangreiferin Manuela Stief fanden die Ulmer „Spatzen“ einfach keine Mittel (25:21).

Durchgang vier musste jetzt die Entscheidung bringen. Jetzt drehten die Ulmerinnen auf – ihnen gelang eine 19:15-Führung. Der TTV stand jetzt unter Druck, doch durch eine Aufschlagserie von Tina Merz gelang die 23:22-Führung. Doch der erneute SSV-Ausgleich folgte auf dem Fuß, ebenso wie die Ulmer 24:23-Führung. Ein Blockpunkt von Mittelangreiferin Kerstin Schröder erzwang den Ausgleich. Nun waren Nerven gefragt – die Dettingerinnen hatten die besseren (26:24).

Mit 4:10 Punkten ist der TTV nun Tabellensiebter. kes