Lokalsport

Abstiegsgespenst geistert weiter umher

Nichts zu erben gab es für die Kirchheimer Oberliga-Turner beim MTV Ludwigsburg. Mit 177,25:186,50 Punkten fiel die Niederlage deutlicher aus als erwartet. Das Abstiegsgespenst macht der VfL-Riege weiterhin zu schaffen.

HEIKO PAUL

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LUDWIGSBURG Die Ludwigsburger Turner präsentierten eine geschlossene Mannschaftsleistung, während es bei den Kirchheimern den einen oder anderen Blackout gab. "Wenn wir zum Abschluss, vor dem Reckturnen, mit drei Punkten hinten liegen, packen wir sie noch", hatte VfL-Oldie Jochen Weber geunkt. Denn dass die Kirchheimer nach Boden und Seitpferd einige Punkte zurückliegen, ist nichts Neues und die dann immer einsetzende Aufholjagd hatte in der Vergangenheit schon manche Gegner ins Wanken gebracht. Nur durfte der Gegner eben nicht zu weit wegziehen.

Dass es gegen die Ludwigsburger besonders schwer werden würde, war klar, als Weber wegen einer Zerrung auch noch an den Ringen ausfiel und zudem den Schwierigkeitsgrad seiner Barren-Übung zurückschrauben musste. Dennoch begannen die Kirchheimer am Boden furios. André Schaich, Moritz Pohl, David Schneider und Simon Paul boten den MTV-Bodenspezialisten Paroli und lagen nach dem ersten Gerät nur 0,75 Punkte zurück.

Die erste Klatsche dann am Seitpferd: Nur zwei fehlerfreie Übungen von André Schaich und Simon Paul genügten nicht, Ludwigsburg war um weitere vier Punkte weggezogen. Die an den Ringen erhoffte Wende blieb aus: Einmal stellte der MTV ein Ringe-Team, das ohne entscheidende Fehler sein Übungen durchbrachte. Zum anderen fehlte auf Kirchheimer Seite Jochen Weber. Und als Andreas Mahler er hatte in den vergangenen Wochen mehrmals schon die Höchstpunktzahl an den Ringen erreicht seinen Doppelsalto als Abgang verturnte, war der Ludwigsburger Vorsprung schon auf gut zehn Punkte angewachsen. Da nützte es nichts mehr, dass am Sprung André Schaich, Simon Paul, David Schneider und Moritz Pohl mit den MTV-Turnern nahezu gleichauf lagen. Ebenso knapp verpassten Andreas Mahler, Jochen Weber, Moritz Pohl und André Schaich am Barren die Gerätewertung. Von den vier Kirchheimer Turnern am Reck gelang es nur Jochen Weber und André Schaich, sich zum Abschluss noch einmal voll zu konzentrieren die Luft für die VfL-Turner war raus.

Nur zwei starke, mit Schwierigkeiten gespickte Übungen von Jochen Weber mit 8,6 Punkten und André Schaich (8,5 Punkte) am Kirchheimer Paradegerät reichten aus, um wenigstens dieses Gerät zu gewinnen. Der Sieg ging aber mit über neun Punkten Vorsprung an die MTV Ludwigsburg, die an allen Geräten außer dem Reck stark besetzt ist.

Beim nächsten Heimwettkampf am kommenden Samstag (18 Uhr) in der Konrad-Widerholt-Halle werden es die Kirchheimer schwer haben, gegen das überragende Team, den KTV Heilbronn, etwas auszurichten. Somit bleibt nur noch das Ligafinale, um sich selbst aus dem Abstiegssumpf zu ziehen.