Lokalsport

Abstiegskampf und Party

Das letzte Heimspiel des Jahres soll zum Großereignis werden: Die Kirchheimer Zweitliga-Basketballer wollen am Samstagabend (19.30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) Kontrahent TSV Breitengüssbach schlagen und den Fans einiges bieten.

MAX DANIEL

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KIRCHHEIM Zunächst zum Sportlichen: Mit bisher nur einem Heimsieg, dem 97:91 gegen den USC Freiburg vor drei Wochen, stehen die Knights im Keller der Tabelle. Die meisten haben das erwartet, schließlich schaffte der VfL den Aufstieg erst im Nachrückverfahren und musste die Saison gegen die Besten der Liga beginnen. Die Prognose der Realisten vor Saisonbeginn scheint sich zu bewahrheiten: Das erste Jahr in der zweiten Liga wird ein Kampf ums Überleben, der womöglich 30 Spieltage andauert.

Nun kommt mit dem TSV Tröster Breitengüssbach ein Team in die Sporthalle Stadtmitte, dem ähnliche Voraussagen gemacht wurden, der aber zu den positiven Überraschungen der Spielzeit gehört. Mit bisher sechs Siegen und sechs Niederlagen steht das Team des Amerikaners und Trainer-Anfängers Rick Stafford auf Platz sieben. Vielleicht auch deshalb, weil Stafford beim Farmteam des Bundesligisten Brose Baskets Bamberg zwar ein Rookie auf der Trainerbank ist, ansonsten aber mehr Erfahrung als die meisten Coaches der Liga aufweisen kann. Schließlich wurde er vergangenes Jahr unter Coach Dirk Bauermann mit Bamberg Deutscher Meister, war davor schon jahrelang in Hagen und Gießen in der Basketball-Bundesliga aktiv. Im vergangenen Sommer beendete er mit 34 Jahren seine aktive Laufbahn und übernahm den Trainerjob in Breitengüssbach.

Dass seine junge Truppe mit einigen Bundesligaakteuren mit Zweitlizenz bisher so erfolgreich spielt, hat sicherlich viel mit ihm zu tun, aber auch mit der guten Auswahl auf der Amerikaner-Position: Jesse Deister ist mit 22,8 Punkten drittbester Scorer der Liga und führt das Team in jeder Beziehung. Das ist umso wichtiger, als der TSV seit Saisonbeginn auf zwei seiner Besten verzichten muss: Tim Ohlbrecht (2,10 m) und US-Boy Chris Schlatter (2,01 m) sind dauerverletzt. So springen die Youngsters in die Bresche: Sebastian Betz (21) macht 16 Punkte pro Spiel, der einzige Center, Dominik Schneider (21, 2,03 m), immerhin zehn.

Markenzeichen der Güssbacher aber ist die aggressivste Abwehr der Liga, da sieht man die Handschrift Staffords, selbst einer der besten Verteidiger aller Zeiten der BBL. Das funktionierte zuletzt immer besser, die letzten drei Partien gegen München (83:71), in Ehingen (82:72) und gegen Crailsheim (88:59) konnten gewonnen werden.

Beim VfL hingegen hieß es unter der Woche Wunden lecken, die Brooks-Gala in Nördlingen, mehr aber noch das 77:101, hatten doch an den Nerven gezehrt. Coach Pasko Tomic hat aber alle Mann an Bord, Neuzugang Tim Burnette findet immer besser ins Team, die Stimmung stieg praktisch täglich beim Training: Alle wollen sich gut aus dem Jahr verabschieden, das schließlich das erfolgreichste in der Kirchheimer Basketball-Geschichte war.

Um das zu feiern, haben sich die Knights nicht nur einen Sieg vorgenommen, sondern auch für die Fans einiges vorbereitet. Jedes Kind wird mit einer süßen Überraschung begrüßt, es gibt eine große Tombola mit vielen attraktiven Preisen der Knights-Sponsoren. In der Pause gibt's ein Wurfspiel, bei dem es Gutscheine zu gewinnen gibt, nach dem Spiel die After-Game-Christmas-Party. Als besonderes Weihnachts-Bonbon spendiert der Hauptsponsor noch ein Extra-Präsent für jeden einzelnen der wahrscheinlich wieder über 1000 Zuschauer.

Den nächsten Auftritt der Knights gibt es eine bereits Woche später beim traditionellen Christmas Game der Crailsheim Merlins. Ein Bus dorthin ist schon fast voll, Anmeldungen für die Fahrt inklusive Party (10,- Euro) unter ulrich@tangl.de oder telefonisch unter der Nummer 0 70 21/4 12 19.