Lokalsport

Abstiegsnebel lichtet sich immer noch nicht

Handball: Lenninger Frauen wissen vor letztem Relegationsspiel nicht, wie viel Teams absteigen

Nochmals aufs Parkett müssen die Landesliga-Handballerinnen der SG Lenningen. Im entscheidenden Spiel der Relegationsrunde um den Abstieg empfängt die SG morgen um 17 Uhr die HSG Oberer Neckar.

Handball-Landesliga Frauen SG Lenningen (blaut) - HSG Deizisau/Denkendorf (rot)  Jubel bei Trainer und Mannschaft
Handball-Landesliga Frauen SG Lenningen (blaut) - HSG Deizisau/Denkendorf (rot) Jubel bei Trainer und Mannschaft

Lenningen. Konfuse Situation vor dem entscheidenden Spiel für Lenningens Handballerinnen: Wie viele Mannschaften aus der Landesliga absteigen müssen, ist immer noch unklar. Das Szenario reicht von keinem bis zu drei Absteigern. Entscheidend ist das Endklassement in der Württembergliga. Unabhängig davon kann es für die SG nur eine Zielrichtung geben: die Relegation als Gruppenerster zu beenden.

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Ein Grundstein dazu wurde im Auswärtsspiel gegen TuS Metzingen vor zwei Wochen gelegt, als die SG mit 26:21 gewann. Die Paarung am vergangenen Wochenende zwischen der HSG Oberer Neckar und Metzingen endete nach einer mittelmäßigen Partie 19:15 für die HSG. Somit steht der TuS Metzingen mit 0:4 Punkten definitiv als Letzter der Relegationsgruppe fest. Beim Spiel am Sonntag in Lenningen geht es also um die Plätze eins und zwei in der nachträglich anberaumten Abstiegsrunde.

Die HSG Oberer Neckar, ehemals entstanden aus den Stuttgarter Vereinen Hedelfingen, Untertürkheim und Wangen, stellt die größte Handballspielgemeinschaft im Bezirk Stuttgart/Rems. Die Stuttgarterinnen waren in der vergangenen Saison kurz vor dem Aufstieg in die Württembergliga, mussten aber durch eine Mannschaftsumbildung inklusive neuer Staffeleinteilung eine Zäsur hinnehmen. Das Team von Trainer Tim Wagner arbeitet nach der „Drei B“ Methode: schnelle Beine, schneller Blick und schneller Ball. Allzu viel davon war beim letzten Relegationsspiel gegen Metzingen allerdings nicht festzustellen. Die Partie war eher zäh und träge ohne besondere dynamische und spieltechnische Highlights.

Für Leninngens Coach Bruno ­Rieke ist dies aber zweitrangig. Nach dem Donnerstagstraining formulierte er seine Vorgaben an die Mannschaft nochmals klar und deutlich: „Wir werden Druck machen und wollen das Spiel gewinnen. Unser Ziel ist ganz klar, Gruppensieger zu werden, um somit die bestmögliche Ausgangsposition zu besitzen.“ Danach muss die Entscheidung und der Beschluss des Handballverbandes abgewartet werden, bis der Abstiegsnebel sich lichtet und Klarheit über den Klassenerhalt herrscht.

Trainer und auch die hoch motivierte Mannschaft hoffen wieder auf ein zahlreiches und lautstarkes SG-Publikum, das in Metzingen die Mannschaft bereits toll unterstützte. Mit dabei ist am Sonntag auch wieder Pia Schweikert, die direkt aus München dazustößt. Spielbeginn ist am Sonntag um 17 Uhr in der Sporthalle Lenningen.rs

SG: Kullen, Fiegenbaum; Barner, Klein, Schilling, Kuch, Emmenegger, S. Schweikert, Blocher, Schmid, Ringelspacher, P. Schweikert