Lokalsport

Abwarten, was die Konkurrenz macht

Oberlenninger Fußballer sind nach 6:1-Kantersieg wieder im Achtelfinal-Rennen – Günstige Aussichten für die SFD

Die „Erste“ ging im WFV-Pokal baden, die zweite Mannschaft beim Teckbotenpokal-Turnier in Kirchheim: Kein guter Tag für die Fußballmannschaften des TSV Weilheim gestern. Doch die „Zweite“ konnte die 0:4-Abfuhr im Gruppe A-Spitzenspiel gegen den TSV Jesingen leicht(er) verschmerzen.

TSV Jesingen vor dem SpielTeckbotenpokal Fussball 2011
TSV Jesingen vor dem SpielTeckbotenpokal Fussball 2011

Kirchheim. Denn den Viertelfinalvorstoß hatten beide Mannschaften schon vor dem Duell fest in der Tasche gehabt. In der Gruppe B zementierten die SF Dettingen durch den 3:2-Kraftakt über Köngen II ihren ersten Gruppenplatz und haben in der ersten K.-o.-Runde nun güns­tige Chancen aufs Weiterkommen. Gegner am Samstagmorgen um 11 Uhr ist ein (noch auszulosender) Gruppendritter aus den Gruppen C, D und F – ein Gegner vom Kaliber eines TSV Wernau.

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TSV Jesingen – TSV Weilheim II 4:0 (2:0): Die Weilheimer bekamen einen Vorgeschmack auf die kommende Kreisliga A-Saison. Der Aufsteiger war den wesentlich ideenreicher agierenden Liga-Konkurrenten aus Jesingen in allen Belangen unterlegen. Folglich zeigte sich TSVJ-Kapitän Dirk Augustin nach dem Schlusspfiff zufrieden. „Wir haben kaum Chancen zugelassen, selbst unsere Gelegenheiten gut genützt und deshalb absolut verdient gewonnen“, resümierte er das Match. Die Jesinger, denen zudem in der 28. Minute ein klarer Foulelfmeter verweigert wurde (Markus Dettinger war auf Höhe des Elfmeterpunktes umgerempelt worden), gingen bereits nach 59 Sekunden in Führung. Der TSVJ sicherte sich damit den Gruppensieg mit der blitzsauberen Bilanz von drei Siegen und 8:0 Toren. Tore: 1:0 Steffen Olpp (1.), 2:0 Max Pradler (29.), 3:0 Oliver Dudium (38.), 4:0 Max Pradler (59.).

TSV Oberlenningen – TSV Schlier­bach 6:1 (4:0): Nach diesem Kantersieg wird unter dem Wielandstein wieder fleißig gerechnet. Mit den ers­ten drei Punkten und einem überaus guten Torverhältnis stehen die Chancen für den Einzug ins Achtelfinale recht gut. In allen Belangen war die Elf von Spielertrainer Alessandro Di Martile die bessere Mannschaft und hätte bei optimalerer Chancenauswertung durchaus noch höher gewinnen können. Die Schlierbacher kamen selten über die Mittellinie und erzielten mit der ersten und einzigen Tormöglichkeit auch gleich den Anschlusstreffer. Der beste Spieler auf dem Platz war Oberlenningens Alen Grosic, dem vier Tore gelangen. Tore: 1:0 Alen Grosic (5.), 2:0 Bojan Sarcevic (13.), 3:0, 4:0 Grosic (20., 23.), 5:0 Markus Allgaier (37.), 6:0 Grosic (40.), 6:1 Daniel Koser (46.).

TV Unterlenningen – TSV Jesingen II 0:3 (0:0): Obwohl die zweite Jesinger Mannschaft eindeutig mehr vom Spiel hatte, dauerte es lange, bis das erste Tor gelang. In der ersten Halbzeit wurden beste Einschussmöglichkeiten vergeben. Nach dem Seitenwechsel drückte sich die Überlegenheit auch in Toren aus, und nach 41 Spielminuten war der Bann endlich gebrochen. Nur einmal geriet der Jesinger Erfolg noch in Gefahr: durch einen Freistoß von Marc Mayer, den der Jesinger Torwart Alexander Feess mit einer Glanzparade gerade noch um den Torpfosten lenken konnte (46.). Nur eine Minute später sorgte die Elf von Spielertrainer Marc Augus­tin mit dem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung. Tore: 0:1 Patrick Reus (41.), 0:2 Stefan Reim (48.), 0:3 Marc Augustin (59.).

TSV Köngen II – SF Dettingen 2:3 (1:0): „Wir müssen uns noch kräftig steigern, um auf Bezirksliga-Niveau zu kommen“, stellte SFD-Siegtorschütze Christian Renz nach dem Abpfiff selbstkritisch fest. In der Tat wirkten die Dettinger vor allen Dingen vor der Pause unkonzentriert und ideenlos. Erst in der zweiten Halbzeit lief es gegen die flott agierenden Köngener – der A-Ligist kämpfte um die letzte theoretische Chance des Weiterkommens – besser. Auch nach dem Seitenwechsel kassierte der Bezirksliga-Aufsteiger zunächst einen Gegentreffer, ehe die Wende gelang. Beim 3:2-Siegtreffer musste schließlich Christian Renz das Leder nur noch über die Linie drücken. „Das ist schließlich meine Aufgabe als Stürmer“, sagte der 26-Jährige schmunzelnd. Tore: 1:0 Ergyn Tafa (18.), 1:1 Tim Lämmle (32.), 2:1 Julian Rieker (36.), 2:2 Nelson Abrantes (41.), 2:3 Christian Renz (46.).