Lokalsport

Ärger über vermeidbaren Pokal-K.o.

Katzenjammer bei den VfL-Basketballern: Die Tür zur zweiten Runde des DBB-Pokals war offen, doch die Knights haben ihre Chance nicht genutzt und das Erstrundenmatch gegen Pro A-Ligist Kaiserslautern trotz zwischenzeitlicher Neun-Punkte-Führung mit 79:84 (45:39) verloren.

THOMAS AUERBACH

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KIRCHHEIM Wenn man gegen eine starke Mannschaft verliert, nimmt man das hin verliert man gegen eine schlagbare Mannschaft, ärgert das. Nach dem DBB-Pokalmatch der Knights am Dienstagabend gegen die Kaiserslautern Braves dürfte bei Coach Pat Elzie der Ärger überwogen haben. Nicht die Stärke der Kaiserslauterner entschied das Spiel, sondern die eigenen Fehler. Vor allem Tim Burnette erwischte seinen bis dahin wohl schlechtesten Tag bei den Knights.

Kirchheim hatte einen durchaus guten Start. Vor allem Center Andy Hornig punktete vorne und holte hinten reichlich Rebounds. Für Kaiserslautern setzte vor allem Neuzugang Chris Oliver sehenswerte Treffer, vergab aber auch sichere Punkte. Nach dem ersten Viertel war bereits klar: Das waren nicht die Knights, die am Samstag zuvor Ludwigsburg mit 90:95 in Schach gehalten hatten. Tim Burnette nahm reichlich Würfe, traf aber nicht. Kein einziger Punkt stand Ende des ersten Viertels auf seinem Trefferkonto. Dennoch ging das erste Viertel mit 21:24 glimpflich aus.

Unverändert die Situation im zweiten Viertel: Unnötige Ballverluste und reihenweise Fehlwürfe auf Kirchheimer Seite. Aber Kaiserslautern bescherte den Knights zahlreiche Freiwürfe und erlaubte nach einem technischen Foul und einem Kranz-Dreier eine etwas deutlichere 43:35-Führung. Zur Halbzeit war es noch ein 45:39.

Die Halbzeitbilanz war klar: das Pro A-Team aus Kaiserslautern war schlagbar und das trotz einer VfL-Mannschaft, die eine ungewohnt schlechte Trefferquote ihres Topscorers Tim Burnette von nur 18 Prozent bei den Feldwürfen kompensieren musste. 22 Würfe des US-Boys brachten nur magere acht Punkte. Aber Coach Pat Elzie vertraute dem Publikumsliebling und es hatte auch immer wieder den Anschein, als würde er sich fangen.

Obwohl Kaiserslautern zwischenzeitlich auf drei Punkte herankam, ging auch das dritte Viertel an die Knights. Zur Viertelpause hatten die Ritter die Nase aber wieder vorn. Wilu Lenger, Kai-Uwe Kranz per Dreier und David McCray per Freiwurf brachten ihr Team mit 64:55 vor dem Schlussviertel in Front.

Diesen Neun-Punkte-Vorsprung hielt Kirchheim in der zunehmend hektischer werdenden Partie bis weniger als vier Minuten vor Schluss. Doch nach gut eineinhalb Minuten war das Polster dahin die Bälle erreichten nicht mehr die in der ersten Halbzeit erfolgreichen Center. Tim Burnette suchte mehrfach zu egoistisch die Entscheidung und scheiterte. Auf der Gegenseite verkürzten Chris Oliver, Michael Skender und Whit Holcomb-Faye den Vorsprung auf einen Punkt zum 79:80. Auch in den letzten zwei Minuten sollte nichts mehr gelingen. Fehlpässe und unsinnige Einzelaktionen brachten den Knights keine Punkte Kaiserslautern dagegen machte den Sack zum 84:79 zu.

Festzuhalten bleibt, dass Kirchheim auf Augenhöhe mit Pro A-Teams spielen kann. Ein Umstand, der vor dem ersten Ligaspiel der Knights am Samstag in Bielefeld optimistisch stimmen dürfte.

Spielstatistik

VfL Kirchheim Knights:

Kai-Uwe Kranz (14 Punkte/4 Dreier), David McCray (16/1), Tim Burnette (18/2, 7 Ballverluste, 6 Assists), Wilu Lenger (2), Kevin Wysocki (4), Peter Klemm (2), Jan Reichmuth (n.e.), Tom Klemm (8), Sascha Kesselring (6, 7 Rebounds), Andreas Hornig (9, 17 Rebounds).Kaiserslautern Braves:

Johannes Münch, Whit Holcomb-Faye (21/2 Dreier, 8 Rebounds), Yannick Schulz, Chris Oliver (26, 10 Rebounds), Tim Schwartz, Michael Skender (9/3), Johnny Mathies (8), Dimitri Kreis (4), Oliver Komarek (4), Stuart Robbins (12).

Viertel:

21:24, 25:15, 19:16, 15:29.Feldtreffer:

Kirchheim 27 von 74 (36%), Kaiserslautern 33 von 72 (46%).Freiwürfe:

Kirchheim 18 von 27 (67%), Kaiserslautern 13 von 23 (57%).Rebounds:

Kirchheim 48, Kaiserslautern 56Ballverluste:

Kirchheim 17, Kaiserslautern 15