Lokalsport

Ali Kütri belohnt den VfL in letzter Sekunde

Dank eines Joker-Tors durch Ali Kütri in der letzten Spielminute ist der VfL Kirchheim beim FV Illertissen noch zu einem glücklichen 1:1 gekommen. Das Remis wurde gefeiert wie ein Sieg.

PETER EIDEMÜLLER

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ILLERTISSEN Das Entsetzen stand den Illertissener Verantwortlichen um ihren Coach Karlheinz Bachthaler nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben. Fassungslos mussten sie mit ansehen, wie die Kirchheimer das in allerletzter Sekunde zustande gekommene Remis feierten, als ob sie bereits in die Oberliga aufgestiegen wären.

Im Mittelpunkt der VfL-Jubelorgie: Ali Kütri, der sich nach seiner Einwechslung Mitte der zweiten Halbzeit ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk machte: Der Schütze des aus VfL-Sicht goldenen Ausgleichstreffers wird am morgigen Dienstag 29.

Zudem belohnte der Türke seine Mannschaftskameraden für eine zuvor kämpferisch starke Leistung, die den Punktgewinn allemal rechtfertigte. "Das war ein richtig schmutziges 1:1", befand VfL-Betreuer Wolfram Fröschl umkämpft, aber verdient. Das Zittern hätte sich der VfL jedoch ersparen können, wenn Tiago Santos-Araujo bereits nach acht Minuten freistehend vor dem FVI-Gehäuse die Nerven behält und einen Pass von Alban Meha zum 1:0 versenkt. "Besser kann man den Ball nicht kriegen", grantelte VfL-Coach Michael Rentschler noch Minuten später an der Außenlinie.

In der ersten Halbzeit boten beide Teams recht ansehnlichen Verbandsligafußball, ohne dass ein Team durch wirklich zwingende Aktionen glänzte. Die Gastgeber waren vor allem dann gefährlich, wenn Torjäger Oliver Wild (bisher sechs Tore) beteiligt war.

Der VfL hatte hingegen schnell die rechte Außenbahn der Bayern als Schwachpunkt ausgemacht, ohne daraus freilich Kapital schlagen zu können.

Kapital schlug stattdessen der FVI aus einem Eigentor des erst 19-jährigen Abwehrspielers Marco Izzi, der ansonsten aber einen gelungenen Einstand in seinem ersten Spiel von Anfang an bot. Eine Hereingabe von links fälschte Pechvogel Izzi unhaltbar für seinen Keeper Patrick Gühring ins Tor zum 1:0-Halbzeitstand ab.

In Durchgang zwei verlagerten sich die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer aufs Kontern, nötigten den VfL geradezu zu Offensivaktionen. Diese wollten trotz des erkennbaren Willens aber nicht so recht zustande kommen. Mittelfeld-Motor Michael Heilemann war Symbolfigur des Kirchheimer Spiels: Ackernd, aber glücklos. Dass man das Glück aber an manchen Tagen auch erzwingen kann, bewies der VfL in Person von Kütri dann Sekunden vor dem Abpfiff.

Dem nun nichts mehr in der Viererabwehrkette haltenden Ferdi Er gelang es nach Doppelpass mit Heilemann in den Illertissener Strafraum einzudringen. Sein kluges Zuspiel in den Rücken der Abwehr konnte Kütri ruhig annehmen und mit Wucht in die Maschen setzen der Punkt war gerettet.

FV Illertissen:

Rischler Gertler, Dürr, Dorn Hornung, Bochtler, Lang, Bachthaler (89. Schmitt) Ziegler (72. Nusur), Wild (84. Genisyürek).VfL Kirchheim:

Gühring Kutscher, Eisenhardt, Er, Izzi Polat, Raspe (69. Kütri) A. Meha, Heilemann (90. Ferenz), Isci Santos-Araujo (46. F. Meha).Tore:

1:0 Izzi (31., Eigentor), 1:1 Kütri (90.).Gelbe Karten:

Bochtler, Bachthaler.Zuschauer:

200.Schiedsrichter:

Stefan Gerster (Oberteuringen).