Lokalsport

Alle Indizien sprechen dafür: Der TTV Dettingen wird zum Landesligisten

Alle Indizien sprechen dafür: Der TTV Dettingen wird zum Landesligisten

Wenn nicht alle Anzeichen trügen, dann ist beim Tischtennisverein Dettingen am Samstag Feierabend. Allerdings wollen nicht die Vereinsnamen-Geber aus der Schlägerschwinger-Abteilung nach zwei mittelschweren Nachmittagsspielen bestens gelaunt von der Sporthalle in den Notzinger Partykeller umziehen, sondern die Netzakrobatinnen aus der TTV-Zweitfraktion Volleyball: Die Saturday-Night-Fete bei Mannschaftskameradin Manuela Stief ist längst terminiert. „Sämtliche Spielerinnen haben sich für den Samstagabend frei genommen“, sagt TTV-Trainer Wolfgang Babinger.

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THOMAS PFEIFFER

Dettingen. Es kann so schön werden morgen. Ein einziger Sieg noch aus den zwei Rest-Heimspielen gegen den Förderverein Tübinger Modell II (ab 14.30 Uhr) und den TSV Eningen (gegen 16.30 Uhr), und für die Dettinger Volleyballerinnen ist die Saison gelaufen. Positiv. In diesem Fall ist die Truppe unabhängig vom Ausgang der Schlusspartie in Rottenburg (27. März) das, was sie 2006 schon einmal war: stolzer Bezirksliga-Meister und Landesliga-Direktaufsteiger. Ernsthafte Zweifel am TTV-Happy End hegt keiner, denn die Gegner, die jetzt warten, sind eher leichtere Kaliber: Der Tabellensiebte und der -sechste.

Es müsste also schon zwei handfeste Bezirksliga-Sensationen hageln, sollten die bis auf die verhinderten Vanessa Reich und Kerstin Schad komplett auflaufenden Dettingerinnen nicht die Saisonzähler 25 und 26 ergattern. Für ein Erfolgserlebnis sprechen nackte Zahlen. Mit einer imposanten Serie von 12 Siegen kann sich allein der TTV brüsten.

Wo viel Sonnenschein ist, findet sich auch Schatten – und den hat Kerstin Schröder entdeckt. Für sie taugt die jüngste 0:3-Niederlage beim Tabellenzweiten TSV Burladingen III zum Mahnmal: „Wir müssen aufpassen“, warnt die TTV-Spielerin und Pressewartin, „denn unter Druck spielen wir meistens schlecht, wie die Schlussphase bei unserem letztjährigen Landesliga-Abstieg beweist.“ Schröder hat vor dem Showdown durchaus kein schlechtes Gefühl („wir haben diese Woche gut trainiert“), allerdings leichten Bammel vor zu viel Siegeszuversicht und zu wenig Konzentration. Den Teufel allerdings will auch sie nicht an die Wand malen: In den Hinspielen wurden Tübingen (3:1) und Eningen (3:0) sicher bezwungen. „Eigentlich sollten wir‘s packen“, sagt sie.

Kommt‘s so, wird Holger Kutscher um einen stattlichen Eurobetrag ärmer sein. Der Spieler der ersten Dettinger Herrenmannschaft wettete vor Saisonstart 2009/10 nämlich auf ein Scheitern des TTV im Aufstiegsrennen – um einen Kasten Sekt. Wenn nicht alle Experten falsch liegen, muss Kutscher noch morgen zum Getränkehändler.