Lokalsport

Alles eine Frage des Systems

TSVW-Fußballer feilen an siegbringender Taktik

Vor Ostern stehen für den TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga noch zwei schwere Aufgaben auf dem Programm. Am Sonntag ab 15 Uhr spielen die Limburgstädter beim FV Illertissen II und am Gründonnerstag um 19 Uhr beim TV Echterdingen. In beiden Spielen stellt sich die Systemfrage.

Weilheim. Fünf Punkte aus drei Spielen – was den Restrückrundenstart betrifft, liegen Weilheims Landesligakicker im Soll. Auch wenn sich die Verantwortlichen vor allem im letzten Spiel gegen Schnaitheim mehr erhofft hatten als ein 3:3, überwog ein positives Gefühl. „So wie es gelaufen ist, müssen wir absolut zufrieden sein“, bilanzierte Trainer Alexander Hübbe nach dem Spiel am vergangenen Sonntag, in dem sein Team einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand aufgeholt hatte.

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Dass dabei zwei Gegentore auf die Kappe von TSVW-Keeper Martin Habram gegangen waren, hat unter der Limburg eine Torwartdiskussion ausgelöst – Ausgang offen. Alexander Hübbe, der seit Habrams Wechsel nach Weilheim zur Winterpause zwischen den Pfosten rotieren lässt, will nach dem Gesetz der Serie gegen Illertissen wieder Bastian Treiber ranlassen. Unabhängig von seiner schlechten Leistung gegen Schnaitheim soll Habram dann gegen Ech­terdingen wieder ins Tor. „Es wäre gegenüber Martin nicht fair, wenn ich nun Bastian zur Nummer eins erklären würde“, betont der TSVW-Trainer.

In der Viererabwehrkette könnte es ebenfalls eine Veränderung geben, nachdem Martin Kirschmann leicht angeschlagen ist. Dies wäre die Chance für Nick Strohmaier, der in der Winterpause vom AC Catania Kirchheim zurückgekehrt war. Gegen Schnaitheim für Kirschmann eingewechselt, machte der 21-jährige Abwehrmann 30 Minuten lang einen guten Job und darf sich daher berechtigte Hoffnungen machen, gegen Illertissen zur Startelf zu gehören.

Offen ist derweil noch, ob die Weilheimer gegen Illertissen mit einer oder zwei Sturmspitzen spielen werden. Gegen Ebersbach (1:0) und Bargau (0:0) musste Hübbe, sonst absoluter Anhänger des 4-4-2-Systems, mangels Personal auf ein 4-5-1 umstellen. Zuletzt gegen Schnaitheim hat jedoch die Taktik mit zwei Angreifern zum (Teil-)Erfolg geführt, machten die Weilheimer doch aus dem 1:3-Pausenrückstand noch das 3:3.

Einen Vorgeschmack auf die Spielweise des FV Illertissen II hat der TSVW in dieser Saison bereits zwei Mal erleben müssen. In der zweiten Runde des WFV-Pokals setzte es eine 2:5-Niederlage nach Verlängerung, im darauffolgenden Punktspiel un­terlagen die Limburgstädter 0:4. „Illertissen spielt ähnlich wie die TSG Schnaitheim schnörkellos nach vorne“, warnt Hübbe seine Spieler, die auswärts übrigens das zweitschlechteste Team der Liga stellen. In zehn Partien auf fremdem Platz konnten die Weilheimer gerade mal einen Sieg einfahren (2:1 in Deizisau am 29. Oktober), holten insgesamt nur sechs Punkte. Grund zum Fürchten haben die gastgebenden Illertissener angesichts der Weilheimer Auswärtsschwäche also nicht, zumal sie mit 22  Punkten aus zwölf Spielen fünftstärkstes Heimteam der Liga sind.

Um sich nach dem Wechsel des Vereins zum bayrischen Verband (wir berichteten) für die dortige Landesliga, die der württembergischen Verbandsliga entspricht, zu qualifizieren, muss der FVI am Saisonende mindestens Sechster werden. „Wir haben die Qualität dazu im Kader“, sagt der Trainer des aktuellen Tabellendritten, Holger Bachthaler.me/tb