Lokalsport

Angeschlagene Holzmadener beim Spitzenreiter

Besser hätten die Partien am Donnerstag für den pausierenden TSV Oberlenningen nicht laufen können: Keine der vor dem Liga-Vierten stehenden Mannschaften siegte nämlich. Morgen könnten die Lenninger mit einem Sieg beim Tabellennachbarn FC Frickenhausen II ihre Situation weiter verbessern.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Das Team von Karl-Heinz Toparkus hat 35 Punkte und damit noch alle Chancen, zumindest im Kampf um Platz zwei mitzumischen. Tabellenführer TSV Grafenberg remisierte vorgestern in Neidlingen (2:2), weist damit aktuell 43 Zähler auf. Beim Verfolgerduell auf dem Neuffener Spadelsberg trennte sich Gastgeber VfB vor über 150 Zuschauern vom FV 09 Nürtingen nach einer dramatischen Schlussphase mit dem selben Resultat. Die Neuffener (zwei Punkte vor den Oberlenningern) treffen Morgen auf den abstiegsbedrohten TB Neckarhausen, während der FV 09 Nürtingen (einen Zähler mehr als der TSVO) bei den SF Dettingen die Aufholjagd auf Tabellenführer TSV Grafenberg fortsetzen möchte.

"Dieses Spiel gegen den 09 ist für uns nach dem enorm wichtigen 3:1 in Neckarhausen am Donnerstag wie eine Kür", sagt Dettingens Pressewart Volker Krissler erleichtert. Soll heißen: Mit nunmehr 27 Punkten kann den Sportfreunden in punkto Abstieg so gut wie nichts mehr passieren, der Tabellenachte somit locker ins Match gehen.

Der TV Neidlingen, vorgestern trotz des beachtlichen Unentschiedens gegen den Spitzenreiter TSV Grafenberg um einen Platz auf Rang sechs abgerutscht, hat morgen einen nicht minder schwierigen Job. Der TVN gastiert beim AC Catania Kirchheim, der sich mit dem überraschenden 2:0 beim TSV Weilheim fürs Erste mit jetzt 22 Punkten aus der unmitelbaren Gefahrenzone am Tabellenende gebracht hat. Neidlingens Libero Bernd Ruoß zog sich gegen die Grafenberger eine Zerrung zu, fällt morgen wohl definitiv aus.

Für den TSV Weilheim gilt es, die "Riesenenttäuschung" (TSVW-Trainer Jürgen Fritsch) der Heimniederlage gegen den AC Catania zu verdauen. Die Weilheimer verabschiedeten sich mit dem 0:2-Heimflop endgültig aus dem Kampf um die Relegationsplätze, sogar das Saisonziel ("Platz unter den ersten Sechs") ist in Gefahr. Morgen spielt der TSVW bei der Turn- und Sportvereinigung Oberensingen. Der Ex-Zweitamateurligist aus dem Nürtinger Teilort steht mit dem Rücken zur Wand.

"Die 1:3-Niederlage gegen Frickenhausen am Donnerstag war ein herber Rückschlag", so ein enttäuschter TSVO-Vorsitzender Werner Attinger, "jetzt wird es eng im Abstiegskampf." Die TSVO ist Tabellenletzter.

Katzenjammer herrscht mal wieder beim TSV Holzmaden. Nur vier Tage nach dem ermutigenden 4:2-Heimerfolg über die SF Dettingen gab es für den launischen A-Ligisten eine 0:5-Pleite beim TASV Kirchheim. TSVH-Abteilungsleiter Frank Linsenmayer: "So eine hohe Niederlage tut empfindlich weh." Morgen müssen die Holzmadener die donnerstägliche Pein vergessen, denn sonst droht beim Spitzenreiter Grafenberg womöglich ein ähnliches Desaster. Die Niederlage war für die Holzmadener auch deshalb so schmerzlich, weil der Drittletzte TASV Kirchheim (jetzt 19 Punkte) mit diesem Erfolg näher an den Zehnten aus Holzmaden (23) herangerückt ist.

Das 5:0 gegen den Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt hat beim TASV jedenfalls fast schon Euphorie ausgelöst. Trotz eines fast beispiellosen personellen Aderlasses in der Winterpause ist der Klassenerhalt für die Kirchheimer nun zum Greifen nah. Morgen laufen die mit neuem Selbstbewusstsein ausgestatteten TASV-Mannen beim Aufsteiger TSV Raidwangen (Neunter, 27) auf.