Lokalsport

Angeschlagener TTC kommt unter die Räder

Der TTC Frickenhausen/Würzburg hat mit einem 0:3 beim SVS Niederösterreich die Chance auf den Gruppensieg in der Champions-League verpasst. Jetzt braucht der TTC am 30. Januar einen Sieg gegen Budapest, um sich als Gruppenzweiter fürs Viertelfinale zu qualifizieren.

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Wolkersdorf. Die Voraussetzungen, mit denen die Schützlinge von Trainer Jian Xin Qiu nach Wien reisten, waren alles andere als gut. Spitzenspieler Tan Rui Wu, der seit vier Wochen an einer schmerzhaften Ellenbogenverletzung leidet und diese Woche beim Vereinsarzt des FC Bayern München in Behandlung war sowie Patrick Baum, der seit Anfang der Woche an einer Verletzung im Schlagarm laboriert, waren angeschlagen und deshalb eigentlich nicht einsatzfähig.

Im ersten Spiel des Abends stand die 17-jährige japanische Nachwuchshoffnung in Diensten des TTC, Kenta Matsudaira, dem österreichischen Superstar Werner Schlager ge­genüber. Schnell konnte der junge Frickenhausener die ersten beiden Sätze für sich entscheiden und auch im dritten Durchgang sah er bei einer 5:0-Führung bereits wie der sichere Sieger aus. Doch Matsudaira gab den Satz noch mit 10:12 an sein Gegenüber ab. Ausgeglichen verlief dann der vierte Satz, in dem wiederum der Österreicher mit 14:12 die Nase vorn hatte. Im alles entscheidenden fünften Satz spielte Schlager dann seine ganze Erfahrung aus und brachte seine Farben nach 50 Minuten mit 1:0 in Führung.

Anschließend kam es wie bereits im Hinspiel zum Aufeinandertreffen von Abwehrass Chen Weixing und dem deutschen Nationalspieler Bastian Steger. In einem anfangs sehr ausgeglichenen Match ging Chen zunächst mit 1:0 (11:9) in Führung und führte auch im zweiten Satz mit 10:8, musste diesen aber am Ende noch mit 10:12 Steger überlassen. Davon unbeeindruckt dominierte der Niederösterreicher den dritten Durchgang (11:3) und sorgte mit dem 11:8 im vierten Satz für die 2:0-Führung des Titelverteidigers.

Nach diesem 0:2-Rückstand musste Tan Rui Wu unbedingt gegen Daniel Habesohn gewinnen, um seine Mannschaft im Match zu halten. Tan, der immer noch geplagt von einer schmerzhaften Ellenbogenverletzung ins Spiel ging, konnte den ersten Durchgang recht deutlich mit 11:6 für sich entscheiden. Danach wurden die Schmerzen immer stärker und Tan konnte nicht mehr gegenhalten und musste die folgenden Sätze dem Niederösterreicher überlassen.

Mit diesem klaren 3:0-Erfolg hat sich der SVS Niederösterreich vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert. Der TTC Müller Frickenhausen/Würz­burg hat es am 30. Januar 2009 selbst in der Hand, sich durch einen Sieg gegen Budapest, das mit 3:1 gegen Sterilgarda das Nachsehen hatte, als Gruppenzweiter ebenfalls für das Viertelfinale zu qualifizieren. ds

Schlager – Matsudaira: 8:11, 7:11, 12:10, 14:12, 11:6

Chen – Steger: 11:9, 10:12, 11:3, 11:8

Habesohn – Tan: 6:11, 11:6, 11:6, 11:8