Lokalsport

Angriff hui, Abwehr pfui 35:30

Dank eines 35:30 (19:16)-Erfolgs beim TSV Wolfschlugen sind die Owener Handballer mit zwei Punkten unter die Teck zurückgekehrt und halten dadurch Anschluss an das Spitzenduo aus Lenningen und Weilheim.

WOLFSCHLUGEN Owens Trainer Enrico Wackershauser musste vor dem Spiel vier Stammspieler ersetzen. Heiko Hoyler, Manuel Dunkel, Tobias Schmid und Mathias Carrle waren allesamt aus verschiedenen Gründen nicht einsatzfähig. Doch die von der zweiten Mannschaft beziehungsweise den Jungsenioren aufgerückten Baisch, Faustmann, Beller und Vroom überzeugten auf ganzer Linie.

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Vor allem Frank Baisch auf Rechtsaußen hinterließ einen guten Eindruck, obwohl er zuvor in der zweiten Mannschaft fast 50 Minuten gespielt hatte. Mit fünf Treffern war er maßgeblich am Owener Erfolg beteiligt.

Die gastgebenden Wolfschlugener waren während der gesamten Partie nicht ein einziges Mal in Führung. Die Owener hingegen zeigten von Beginn an, dass man gewillt war, beide Punkte aus Wolfschlugen zu entführen. Zwar hielten die Gastgeber bis zum 13:13 den Anschluss, konnten aber selbst nie in Front gehen. Klett, Kazmaier, Blumauer und Baisch sorgten für ein Polster von drei Toren zur Halbzeit.

Auch nach dem Wechsel lief die Owener Angriffsmaschinerie wie am Schnürchen. Tor um Tor zogen die Herzogstädter, allerdings begünstigt durch die Wolfschlugener Abschlussschwäche, davon. Einziger Schwachpunkt: Die TSVO-Abwehr zeigte sich wie in der vergangenen Woche im Spiel gegen Neuhausen sehr löchrig. Die Gastgeber fühlten sich immer wieder zum Toreschießen eingeladen. Hätte nicht Arpad Fazakas zwischen den Pfosten gestanden, so wäre der Abstiegskandidat sicher nicht so leicht abzuschütteln gewesen. Steffen Klett und Christoph Hoyler legten mit ihren Toren den Grundstein zum Sieg.

Beim Stand von 32:25 in der 50. Spielminute war die Messe gelesen. Zwar konnte Wolfschlugen dank der nun sich häufenden Nachlässigkeiten auf Owener Seite noch auf 30:35 verkürzen, hatte sich aber längst in die Niederlage ergeben.

Die Herzogstädter werden nach einer Spielpause in 14 Tagen bei der HSG Oberer Neckar antreten. Mit einer vergleichbaren Abwehrleistung werden sie gehörige Probleme bekommen. Es bleibt für die Mannen von Coach Wackershauser also genügend Zeit, um die Verletzungen der letzten Tage auszukurieren.

jb

TSV Owen:

Fazakas, Beller Wahl (7/2), Kazmaier (3), Blumauer (2), Baisch (5), Kirchner, Hybl (1), C. Hoyler (6), Vroom (3), Klett (7/4), Faustmann (1).Schiedsrichter:

Kienle/Simmendinger (TSV Dettingen).