Lokalsport

Auch 38 Treffer reichen nicht

Nach der 36:38 (20:21)-Niederlage gegen die SG Lauterstein muss der TSV Owen in der Württembergliga weiterhin auf den ersten Heimsieg warten. Ärgerlich ist die Niederlage für die Tecksieben vor allem deshalb, weil sie über weite Strecken der Partie eine ansprechende Leistung bot.

OWEN Gegen die Mannschaften aus dem vorderen Tabellendrittel sind es am Ende die kleinen Unachtsamkeiten, die das Spiel kippen lassen. In der Offensive des TSV Owen waren an diesem Wochenende kaum Fehler auszumachen. Lediglich in den letzten Spielminuten wurden einige Chancen vergeben. In den ersten 45 Minuten hatte die Abwehr des Tabellenvierten jedoch einige Probleme mit dem variablen Angriffsspiel der Gastgeber.

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Der TSV startete gut in die Begegnung. In der Anfangsphase waren es vor allem Steffen Klett und Heiko Hoyler, die mit frechem Spiel immer wieder die Lücken im Abwehrverband der SG fanden. Auch Lautersteins ehemaliger Regionalligakeeper Marius Nagel war gegen die platzierten Würfe im ersten Durchgang meist chancenlos. Da jedoch auch die Gäste mit druckvollem Spiel und konsequentem Abschluss zu Werke gingen, konnte sich keine Mannschaft absetzen. Nach nur vier Minuten stand es 3:3. Die SG Lauterstein war meist durch Kanonier Timo Funk gefährlich oder konnte den erfahrenen Kreisläufer Michael Lackinger in Position bringen.

Auf der gegenüberliegenden Seite drückte Youngster Steffen Klett der Partie seinen Stempel auf. Ob von außen oder aus dem Rückraum, immer wenn er am Ball war wurde es für die SG gefährlich. So auch, als er zur 11:10-Führung für den TSV traf. Allerdings offenbarte Owen in der Folge immer wieder Schwächen im Rückzug. Nach technischen Fehlern im Abschluss schaltete die Mannschaft von Trainer Wolfgang Funk blitzschnell. Die Gäste gingen nach mehreren Kontern wieder in Führung. Doch dank guten Offensivspiels konnten die Gelbhemden dagegenhalten. Eine starke Quote hatte Marius Schmidt auf der rechten Außenposition. Vier blitzsaubere Treffen steuerte er im ersten Durchgang bei. Unglücklich dann die letzten Minuten vor dem Pausenpfiff: Mehrfach verloren die Hausherren den Ball im Spielaufbau und mussten dann mit dem Halbzeitpfiff den Treffer zum 20:21 hinnehmen.

Auch im zweiten Durchgang dasselbe Bild: Beide Mannschaften überzeugten vor allem im Spiel nach vorne und vernachlässigten die Defensivarbeit. Zunächst konnte die Mannschaft um Spielertrainer Christoph Winkler sich Vorteile erarbeiten. 27:25 lautete die TSV-Führung nach 42 Minuten. Doch dann kamen die Gäste wieder besser ins Spiel. Angetrieben von Timo Funk und Spielmacher Markus Stuber erhöhten sie das Tempo. Mit einem Zwischenspurt konnte sich die SG auf 30:34 absetzen. In der zerfahrenen Schlussphase war es Gästetorhüter Markus Mangold, der mit seinen Paraden den Owener Anschluss verhinderte. Auch eine offensive Abwehrvariante brachte den TSV Owen nicht mehr näher als drei Treffer an Lauterstein heran. Die clever agierenden Gäste verwalteten ihren Vorsprung bis zum 36:38 Endstand sicher.

Wieder war es also nichts mit dem erhofften ersten Punktgewinn in der Teckhalle. Trotzdem zeigt zumindest die Tendenz beim TSV Owen nach oben, auch wenn bislang nichts Zählbares daraus resultiert. Noch vor der Weihnachtspause steht den Herzogstädtern das erste Spiel der Rückrunde ins Haus. Am kommenden Sonntag empfängt man zu Hause die Hexenbanner aus Wolfschlugen.

br

TSV Owen:

Carrle, Reckziegel; Dunkel, Hanssen (2), Hoyler (6), Kirchner (4), B. Klett (2), S. Klett (9/3), Krüger, Schmid, Schmidt (5), Weiss, Winkler (7).SG Lauterstein:

Mangold, Nagel; Distel, Funk (9), Geiger, Grupp (3), Kranz, Lackinger (5), Maichel (3), de Pompa, Rieger (1), Schmid (2), C. Stuber (3), M. Stuber (7).