Lokalsport

Auch dem Verlierer winkt die Kreisliga A

Letztes Relegationsduell in Jesingen: TSV Oberlenningen gegen TSV Grafenberg

Noch einmal gewinnen und der TSV Oberlenningen kehrt nach vier Jahren in die Fußball-Kreisliga A, Staffel 2 zurück. Am morgigen Samstag ab 16 Uhr tritt die Mannschaft in Jesingen im alles entscheidenden Relegationsspiel gegen den A-Ligisten TSV Grafenberg an.

Die „roten“ Oberlenninger (hier beim Sieg über den FV Nürtingen II) wollen es auch gegen den TSV Grafenberg wissen. Foto: Deniz
Die „roten“ Oberlenninger (hier beim Sieg über den FV Nürtingen II) wollen es auch gegen den TSV Grafenberg wissen. Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Die Ungewissheit, in welcher Liga man in der nächsten Saison spielen wird, zerrt nicht nur bei Oberlenningens Spielertrainer Alessandro Di Martile an den Nerven, sondern auch bei seinen Spielern. Es ist schon erstaunlich, was der B-Ligist in den letzten beiden Relegationsspielen geleistet hat. „Obwohl wir in beiden Spielen nicht gut gespielt haben, sind wir immer erfolgreich gewesen“, sagt Di Martile. Für ihn ist es das letzte Spiel im TSVO-Dress, denn er wech­selt bekanntlich zum Kreisliga A-Absteiger TSuGV Großbett­lingen. „Ich will mich mit dem bestmöglichen Erfolg verabschieden“, verspricht er.

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Auf der Oberlenninger Ausfallliste steht voraussichtlich Abwehrspieler Markus Allgaier, der sich in der letzten Partie vermutlich einen Bänderriss zugezogen hat. Das macht die Sache sicherlich nicht einfacher, denn der Kader des TSV Oberlenningen ist nicht gerade groß. Dennoch ist der Trainer zuversichtlich. „Wir wären schön blöd, wenn wir jetzt nicht noch einmal richtig Gas geben würden“, verspricht er.

Nach einer verkorksten Vorrunde mit nur zwei Punkten aus zwölf Spielen hat der TSV Grafenberg durch den Trainerwechsel (Peter Slavic/TB Kirchentellinsfurt kam in der Winterpause für Marco Stilp) gerade noch das Minimalziel erreicht. „Wegen einiger unnötiger Punktverluste müssen wir nun in die Relegation“, klagt Grafenbergs Abteilungsleiter Tobias Gugel.

Mit 23 Punkten aus 14 Spielen kann der TSVG auf eine recht eindrucksvolle Rückrundenbilanz zurückblicken. Die Erfolgsserie gab Selbstvertrauen – Oberlenningens Abteilungsleiter Rainer Ziegelin sieht die Grafenberger in der Favoritenrolle. Doch er weiß auch, dass „die Tagesform entscheiden wird“. Er setzt auf den „unbändigen Siegeswillen“ seiner Spieler.

Übrigens ist für den morgigen Verlierer das Relegationsrennen noch nicht abgehakt. Es gibt nämlich noch eine zweite Möglichkeit, in der kommenden Saison in der Kreisliga A zu spielen. Falls die TG Kirchheim ihr Relegationsspiel am Sonntag gegen den FV Vorwärts Faurndau gewinnt, würde der Verlierer den frei gewordenen Kreisliga A-Platz einnehmen.kdl