Lokalsport

"Auf den Rasen kann man nur Kühe lassen"

Trotz 2:5-Heimpackung gegen TuS Metzingen keine Untergangsstimmung: Die VfL-Macher trugen die Niederlage mit Fassung.

KIRCHHEIM Es war nicht die Niederlage an sich, was die Verantwortlichen des VfL Kirchheim am Samstagnachmittag am meisten ärgerte, sondern das Drumherum dass es der Stadt Kirchheim nicht möglich gewesen war, den Rasen zu mähen. "Ich komme mir irgendwie verarscht vor", waren die deftigen Worte von Trainer Michael Rentschler in der Pressekonferenz. Auch Abteilungsleiter Winfried Scholz ärgerte sich mächtig: "Auf den Rasen kann man Kühe drauf lassen, aber man kann da nicht Fußball spielen."

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Das unebene Terrain an der Jesinger Allee war mit ein Grund, weshalb der VfL nicht so Fußball spielte wie es sich Trainer Rentschler erhofft hatte: "Zauberfußball war auf diesem Rasen nicht möglich." Hinzu kam, dass Stefan Ziegler zwar auf der Bank Platz nahm, aber wegen Grippe-Nachwehen weiter nicht spielen konnte. "Ich bin noch nicht fit", sagte der verhinderte Abwehrspieler. An Zieglers Einsatz ist frühestens am Mittwoch bei den SF Dorfmerkingen zu denken eine Variante, die Rentschler nach dem Fünf-Gegentore-Flop begrüßen würde.

Für Metzingens Trainer Michael Traum war der Auswärtssieg in Kirchheim ein verdienter Sieg: "Wir waren im entscheidenden Moment hellwach", sagte er. Damit meinte der Gästecoach vor allem die schnellen drei Tore kurz nach der Pause. Dabei freute sich Traum besonders darüber, dass endlich Fabian Frick wieder getroffen hat. Noch in der letzten Saison war der Metzinger Goalgetter mit 16 Toren zweitbester Verbandsliga-Torschütze gewesen.

Dass es in dieser Runde noch nicht so gut lief, dafür sah Frick auch einen Grund: "Durch meinen ganzen Prüfungsstress in den letzten Monaten bekomme ich einfach den Kopf nicht frei." Diesmal hatte er ihn frei . . .

Auf dem Wege der Besserung befindet sich VfL-Torwart Patrick Gühring, der am Mittwoch mit der Rehabehandlung beginnt und jetzt schon auf seinen Einsatz brennt: "Ich hoffe, dass ich Mitte Mai wieder im Tor stehen kann." Andere Sorgen hat Marcel Klon. Auf Grund eines dreimonatigen Praktikums bei der Bereitschaftspolizei Göppingen, das einen Schichtdienst mit beinhaltet, kann der VfL-Stürmer zurzeit nur einmal wöchentlich trainieren und kommt deshalb nicht zum Einsatz.

Am Mittwochabend ab 18 Uhr hat der VfL die Möglichkeit, bei den SF Dorfmerkingen die verlorenen Punkte wieder zurückzuholen. Mit den Worten: "Es ist weiter nichts passiert, wir haben nur ein Spiel verloren" und dem Beifall der Gäste beendete der sportliche VfL-Leiter Norbert Krumm die Pressekonferenz.

kdl