Lokalsport

Auf der Suche nach mehr Präzision

Vor dem Spiel in Paderborn beherrscht das Thema Ballsicherheit das Training bei den Knights

Nach dem beeindruckenden Heimsieg gegen Gießen geht es für Kirchheims Zweitliga-Basketballer morgen (19.30 Uhr) zu einem der bisherigen Überraschungsteams in der Pro A. Dort wollen die Kirchheimer erreichen, was Gastgeber Paderborn bereits gelungen ist: Der dritte Sieg in dieser Saison.

Gegen Gießen zuletzt abgemeldet und obendrein erkältungsgeschwächt, morgen in Paderborn soll Bryan Smithson der gewohnt dominant
Gegen Gießen zuletzt abgemeldet und obendrein erkältungsgeschwächt, morgen in Paderborn soll Bryan Smithson der gewohnt dominante Anführer der Kirchheimer Mannschaft sein.Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Der Tabellensiebte empfängt den Tabellenzehnten. Die größere Überraschung beim Blick auf die Tabelle ist vor dem morgigen Duell der Gastgeber aus Paderborn. Von den meisten Fachleuten zu Saisonbeginn als Außenseiter gehandelt, haben die Finke Baskets mit beeindruckenden Siegen gegen Gotha, Chemnitz und Baunach viele überrascht.

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Ein wesentlicher Grund dafür ist Topscorer Thomas Bropleh, der im Team von Trainer Uli Nächster vom Start weg eingeschlagen hat. 24,4 Punkte im Schnitt hat der 23-jährige US-Shooting Guard, der direkt von der Boise State University kam, bisher erzielt. Eine stolze Marke. Unterstützung erhält der Topscorer von seinen amerikanischen Kollegen Morgan Grim (11 Punkte pro Spiel), Reginald Willhite (11,2) und Ty Nurse (10,8). Auf den deutschen Positionen dominiert hauptsächlich Forward Frederik Henningsen (10,6). Im Trikot der Finke Baskets läuft seit dieser Saison auch Ex-Ritter Ivan Buntic auf. Der ehemalige Kirchheimer erhält in Paderborn im Schnitt rund sieben Minuten Einsatzzeit. Doch es sind vor allem die US-Amerikaner, die das Spiel der Westfalen dominieren. Sie sind der Schlüssel zu einem möglichen Erfolg im Spiel gegen die Baskets.

In Kirchheim finden inzwischen alle Mannschaftsteile immer besser ins Spiel. Besonders Daniel Krause und Jannik Lodders zeigen deutliche Fortschritte bei der Integration in die Spielsysteme. Bei den Knights lautete das zentrale Thema im Training unter der Woche Ballsicherheit. „Wir machen immer noch zu viele Fehler durch Ungenauigkeiten. Diese müssen wir reduzieren“, sagt Trainer Michael Mai. Während das Team in Sachen Reboundarbeit ligaweit an der Spitze steht, leisten sich die Kirchheimer im Offensivspiel immer noch zu viele einfache Ballverluste. Mai lässt sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen: „Fehler gehören zum Spiel. Wir werden weiter konzentriert arbeiten und nicht in Hektik verfallen.“

Die wichtigste Nachricht: Für morgen sind alle gesund und fit. Auch Center Enosch Wolf, der sich gegen Gießen am Auge verletzte und in der ersten Halbzeit mit fünf Stichen genäht werden musste. Wolf kam zurück und bot im zweiten Abschnitt seine bisher beste Leistung im Ritterdress. Auch Spielmacher Bryan Smithson ist nach einer langwierigen Erkältung, die ihn während der vergangenen beiden Partien noch schwächte, wieder bei Kräften.

Für die Knights ist die Auswärtspartie von großer Bedeutung. Sieg oder Niederlage wird darüber entscheiden, ob Kirchheim Anschluss an die oberen Ränge hält oder den Blick nach unten richten muss. Denn die folgenden Spiele haben es in sich: Mit Gotha und Vechta treffen die Knights anschließend auf zwei Schwergewichte der Liga.cs