Lokalsport

Auf flotter Sohle Richtung Regionalliga

Der TSC Kirchheim ist beim Saisonauftakt der Lateinformationen am Samstag Gastgeber der Oberligateams

Nach drei vergeblichen Anläufen soll es für die Formationstänzer des TSC Kirchheim heuer endlich mit dem Aufstieg in die Latein-Regionalliga klappen. Den ersten Schritt dorthin wollen die acht Paare beim ersten von fünf Saisonturnieren am kommenden Samstag vor heimischer Kulisse machen. „Wir wollen auf Biegen und Brechen aufsteigen“, betont der TSC-Vorsitzende Harald Gneiting.

Eine gelungene Generalprobe legte das Kirchheimer A-Team vor zwei Wochen in der Mörike-Halle in Ötlingen hin. Am Samstag soll ei
Eine gelungene Generalprobe legte das Kirchheimer A-Team vor zwei Wochen in der Mörike-Halle in Ötlingen hin. Am Samstag soll ein erfolgreicher Start in die neue Oberligasaison vor heimischer Kulisse folgen. Foto: Genio Silviani

Kirchheim. Alles neu macht bei den Lateinformationstänzern des TSC Kirchheim nicht der Mai, sondern der Januar. Musik, Choreografie und Kleider werden nach einem regelrechten Relaunch am kommenden Samstag erstmals auf ihre Wettkampftauglichkeit geprüft, wenn die acht Lateinpaare vor heimischer Kulisse in der Walter-Jacob-Halle um die ersten Wertungspunkte der neuen Oberligasaison kämpfen.

Anzeige

Seit Mai vergangenen Jahres hat das A-Team um Trainer Sven Bodemer (35) in neuem Outfit zu neuen Klängen an einer neuen Choreografie gefeilt, um nach drei vergeblichen Anläufen Oberligameister zu werden und damit den lang ersehnten Aufstieg in die Regionalliga, nach erster und zweiter Bundesliga immerhin Deutschlands dritthöchste Klasse im Lateinformationstanz, zu schaffen.

„Wir wollen auf Biegen und Brechen aufsteigen“, macht der TSC-Vorsitzende Harald Gneiting (41) keinen Hehl aus den hohen Saisonzielen des A-Teams, das übrigens nicht allein die Kirchheimer Tanzfahne hochhalten wird. Erstmals in der TSC-Historie ist der 2002 aus den Klubs Blau-Gelb und Rot-Weiß Kirchheim hervorgegangene Verein mit zwei Formationen in der Oberliga vertreten. Das B-Team war als Dritter der vergangenen Landesligasaison im Nachrückverfahren versetzt worden und kämpft nun um den Klassenerhalt, wie Gneiting betont.

Der ist geschafft, wenn das Team nach den fünf Saisonturnieren in Kirchheim (25. Januar), Wallhausen (16. Februar), Weissach im Tal (22. Fe­bruar), Backnang (2. März) und Ludwigsburg (23. März) mindestens auf Platz sechs der acht Mannschaften starken Liga steht. „Das B-Team hat nichts zu verlieren, kann eigentlich nur überraschen“, glaubt Harald Gneiting, „das A-Team verfügt über viele erfahrene Tänzer, die den Aufstieg durchaus schaffen können.“ Größter Rivale auf dem Weg zu Platz eins ist laut Gneitings Einschätzung das B-Team von Zweitbundesligist TC Ludwigsburg.

Dabei gilt dem sportlichen Abschneiden der zwei Teams bei Weitem nicht die größte Aufmerksamkeit des obersten TSC-Funktionärs. Schließlich laufen bei Gneiting alle Fäden in Sachen Turnierorganisation inklusive Kartenvorverkauf zusammen. „Zwei Drittel der Tickets sind bereits weg, den Rest gibt‘s an der Abendkasse“, freut sich der TSC-Boss, der am Samstag mit rund 400 Zuschauern rechnet. Dass die meisten davon Freunde und Angehörige der beiden Kirchheimer Teams sein werden, soll sich im besten Fall positiv aufs Ergebnis auswirken. „Gleich beim ersten Turnier Heimrecht zu haben, motiviert die Tänzer ungemein“, weiß Gneiting.

Um die Walter-Jacob-Halle tanztauglich zu machen, werden rund 50  TSC-Mitglieder am Freitagabend einen eigens gemieteten Parkettboden verlegen. Die dafür nötigen rund 2 500 Euro sind nicht die einzigen Fixkosten, die der TSC mit Eintrittskarten und Bewirtung zu decken gedenkt. Die fünf vom Tanzsportverband abgeordneten Wertungsrichter schlagen noch einmal mit knapp 800 Euro zu Buche – Tanzen auf Wettkampfebene ist kein billiger Spaß, zumal auch Kleider und die obligatorische Schminke finanziert werden wollen. „Die Tänzer erbringen viel in Eigenleistung, finanziell und organisatorisch“, weiß Harald Gneiting um den hohen Aufwand für die relativ kurze Turniersaison. Über ein Dreivierteljahr Vorbereitung auf eine nur zwei Monate lange Wettkampfphase verlangt Disziplin und Entbehrung, zumal ein Großteil des Trainings mangels geeigneter Hallen nur an Wochenenden stattfinden kann. „Die Kunst ist, jeweils bei den Turnieren auf den Punkt genau die Topleistung abzurufen“, sagt Gneiting.

Die Generalprobe für den Saisonauftakt haben die Kirchheimer dabei schon mal bestanden. Vor zwei Wochen hatte der TSC zur Präsentation der beiden Formationen in die Mörike-Halle nach Ötlingen geladen. „Das hatte richtig Atmosphäre“, schwärmt Harald Gneiting, der an dem Abend immerhin 150 Zuschauer begrüßen konnte – ein gutes Omen für den kommenden Samstag in der Walter-Jacob-Halle, wenn auf flotter Sohle der erste Schritt Richtung Regionalliga gemacht werden soll.

Zeitplan Oberliga-Turnier

Samstag, 25. Januar 16 Uhr: Öffnung der Walter-Jacob-Halle 17 Uhr: Vorstellung der Formationen 17.15 Uhr: Vorrunde 18.20 Uhr: Pause/Rundenauslosung 19 Uhr: kleines Finale 19.30 Uhr: großes Finale 20.15 Uhr: Siegerehrung 20.30 Uhr: Ende der Veranstaltung Eintrittskarten für acht und zehn Euro sind noch an der Tageskasse erhältlich, die bereits ab 13 Uhr besetzt wird.