Lokalsport

Aufholjagd kommt zu spät

Handball: VfL verliert 20:26 gegen Landesligaprimus HSG Schönbuch

Die Landesliga-Handballer des VfL Kirchheim haben ihr Heimspiel gegen Tabellenführer HSG Schönbuch nach desolater erster Halbzeit mit 20:26 (6:15) verloren.

Wohin mit dem Ball? Fabian Smetak und der VfL mussten sich der HSG Schönbuch nach desolater erster Halbzeit geschlagen geben. Fo
Wohin mit dem Ball? Fabian Smetak und der VfL mussten sich der HSG Schönbuch nach desolater erster Halbzeit geschlagen geben. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Von Anfang an fand die junge Kirchheimer Truppe schwer ins Spiel. Die HSG, bereits hellwach, zog gleich auf 3:0 davon, ehe der VfL sein erstes Tor markieren konnte. Vor allem im Angriff fanden die Gastgeber keine Lücke, man agierte mit zu wenig Tempo. Dazu kamen etliche technische Fehler, die der Gast aus Schönbuch in leichte Kontertore ummünzen konnte.

Anzeige

Mitte der ersten Hälfte lag die Teck-Sieben bereits 3:9 zurück. Zwar konnte man im stehenden Angriff die Gäste in Schach halten, doch das Rückzugsverhalten der Blauen ließ in den ersten 30 Minuten doch deutlich zu wünschen übrig. Aufgrund dieser Leistung war es auch wenig überraschend, dass zur Pause ein 6:15 auf der Anzeigetafel zu lesen war.

Wer nun aber dachte, dass der VfL einem Debakel entgegenschlitterte, sah sich getäuscht. Wie verwandelt kam die Kirchheimer Mannschaft aus der Kabine. Binnen weniger Minuten war der Neun-Tore-Vorsprung des Württembergliga-Absteigers auf drei Tore zusammengeschmolzen (14:17). Angetrieben vom nun auch lautstarken Publikum, schaffte der VfL den 16:18-Anschlusstreffer.

Doch in dieser Phase merkte man den hohen Kräfteverschleiß der Aufholjagd. Die Blauhemden konnten das hohe Tempo der ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit nicht halten. Dazu kamen auch noch einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen. Es wurden aus Kirchheimer Sicht teils klare Siebenmeter nicht gegeben und einige fragwürdige Zwei- Minuten-Strafen verteilt. Leidtragender war in dieser Zeit Leo Real, der nach zwei sehr strittigen Aktionen die Rote Karte erhielt.

Über 21:17 zogen die Gäste bis kurz vor Schluss auf 23:18 entscheidend davon. Doch auch in dieser Phase gaben sich die Ballwerfer des VfL nicht auf. Vor allem Alex Späth und Martin Rudolph trumpften in der zweiten Hälfte auf. Auch das Torhütergespann mit Pisch und Latzel war wieder der gewohnt starke Rückhalt.

Am Ende verloren die Teckstädter das Spiel gegen den Ligaprimus aufgrund der desolaten Leistung in der ersten Halbzeit. Nach der starken Aufholjagd war auch wieder zu erkennen, dass der VfL derzeit personell auf dem Zahnfleisch geht und in wichtigen Phasen des Spiels nicht ausreichend gewechselt werden kann. Mit Roman Keller, Matthias Mikolaj, Marco Castello, Micha Reinold und Sebastian Smetak fehlen momentan einfach zu viele wichtige Spieler und Alternativen.jm

VfL Kirchheim: Pisch, O.Latzel,Oßwald, Smetak, S.Latzel (4), Mikolaj, Späth (4), Krempler (2), Schwarzbauer, Müller (1), Real, Schorr (1), Rudolph (5), Kuchenbaur (3)