Lokalsport

Aufsteiger kommt gerade recht

Am heutigen Dienstag kommt es in Frickenhausen zum Lokalderby der Tischtennis-Bundesliga: Der SV Plüderhausen kommt. Nach der 1:3-Niederlage im Champions-League-Spiel beim schwedischen Meister Eslövs Al Table Tennis Club kommt dem TTC der Aufsteiger aus dem Remstal gerade recht.

KLAUS TEICHMANN

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"In der Bundesliga sind wir mit dem Viererteam ganz bestimmt stärker", blickt TTC-Manager Christoph Reuhl bereits auf den heutigen Rückrundenauftakt gegen den SV Plüderhausen um 19:30 Uhr will sich das Team von Trainer Qui Jian Xin in der Halle auf dem Berg rehabilitieren.

"In der Bundesliga liegen wir absolut im Soll", betont Reuhl. Dies soll auch so bleiben immerhin kann sich der drittplatzierte TTC Frickenhausen nach den Pokalmeisterschaften und dem wohl absehbaren Ausscheiden in der "Königsklasse" nun ganz auf den Ligabetrieb konzentrieren. Zum Rückrundenabschluss deklassierte der TTC in der Bundesliga die TTF Liebherr Ochsenhausen mit 6:0 auch im nächsten schwäbischen Duell soll nun ein Sieg her, um den Play-off-Platz weiter festigen zu können.

"Plüderhausen ist jedoch eine sehr gefährliche Mannschaft", warnt Reuhl, "gegen die kann jedes Team ganz schnell verlieren die Spiele sind fast alle offen." Im August dominierte der TTC im Hinspiel beim 6:3 noch klar, doch da fehlte dem SVP auch noch Spitzenspieler Jörgen Persson. Der fünffache schwedische Ex-Weltmeister musste zum Ligaauftakt noch Verpflichtungen in Katar nachgehen, wo er ein Jahr als Nachwuchstrainer arbeitete. Mittlerweile steht der 40-Jährige seinem Club in der Bundesliga jedoch regelmäßig zur Verfügung dennoch lief es für den SV Plüderhausen, gegen den der TTC dieses Jahr im Endspiel auch bereits den ETTU-Pokal geholt hat, noch nicht so richtig nach Wunsch.

Tatsächlich hatte sich der Bundesliga-Rückkehrer gleich die Teilnahme an den Play-offs erhofft, nach der Hinserie sind die ersten vier Tabellenplätze jedoch für den aktuellen Rundensiebten schon etwas außer Reichweite geraten.

"Das kann er ruhig wieder machen, es wird ihm auch nichts helfen", schickt Bastian Steger schon einmal in Richtung Plüderhausens Exzentriker Aleksandar Karakasevic. Bereits beim Bundesligaauftakt im Sommer versuchte das Schlitzohr "Kara" gegen den deutschen Nationalspieler wieder seine "Psycho-Mätzchen" doch wie schon bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft im April in Bremen ließ sich Steger auch beim Aufsteiger nicht durch die "Störversuche" des serbischen SVP-Spitzenmannes aus dem Rhythmus bringen. "Es ist gegen ihn meist eine knappe Sache", sagt Steger, "oft sind es heiße Spiele, aber meistens habe ich gewonnen."

Nach dem Galaauftritt gegen Ochsenhausens Adrian Crisan gab es für Steger zuletzt in der Bundesliga ein Sonderlob der TTC-Verantwortlichen jetzt gilt es für den 25-Jährigen, auch positive Ergebnisse im vorderen Paarkreuz einzuspielen und die 7:9-Vorrundenbilanz auszugleichen.

In Plüderhausen konnte man nach dem 6:3-Erfolg gegen Fulda Maberzell ebenfalls neues Selbstvertrauen tanken. "Sollte dem SVP-Team die Revanche glücken, könnte dies der Startschuss für eine wesentlich erfolgreichere Rückrunde sein", weiß man in Plüderhausen.