Lokalsport

Aufstiegspläne auf dem Prüfstand

Zum Abschluss der Vorrunde stehen sich im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga A Tabellenführer TSV Weilheim und der Tabellenzweite, SF Dettingen, gegenüber. Im Abstiegskampf wollen die beiden Aufsteiger VfL Kirchheim II beim TSV ­Ohmden und der TSV Jesingen II gegen den TB Neckarhausen weiter für Furore sorgen.

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KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. Eigentlich ist es keine große Überraschung, dass der TSV Weilheim an der Tabellenspitze steht. Was sich im Verlaufe der Rückrunde der vergangenen Saison schon abzeichnete, hat Trainer Alexander Hübbe nahtlos fortgesetzt. „Das damalige Trainerduo Uwe Heth und Peter Kuch hat die Voraussetzungen für die jetzige erfolgreiche Saison geschaffen“, ist Günther Friess, der sportliche Leiter des TSV Weilheim, stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. Deshalb gibt es für Friess keinen Grund, die Mannschaft in der Winterpause zu verändern. „Unser Kader ist stark genug für den Aufstieg in die Bezirksliga.“ Mit sechs Punkten Vorsprung führen die Limburgstädter eindrucksvoll die Tabelle an. Zu Hause hat der TSV Weilheim eine blütenweiße Weste.

Nach elf Punkten aus den letzten fünf Spielen haben sich die SF Dettingen wieder auf den Relegationsplatz vorgearbeitet. Entsprechend selbstbewusst ist Spielertrainer Peter Merkle vor dem Gipfeltreffen in Weilheim: „Wir brauchen uns dort nicht zu verstecken.“ Das erklärte Ziel des Dettinger Trainers ist zumindest ein Punkt, damit der Abstand zum Spitzenreiter nicht noch größer wird. Bei einer Niederlage ist der Traum vom direkten Aufstieg in die Bezirksliga wohl geplatzt. „Obwohl erst die Vorrunde vorbei ist, hätten wir dann realistisch betrachtet keine Chance mehr“, ist sich Merkle sicher.

Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen bis zur Winterpause – dies war das kurzfristige Ziel von Catania-Spielertrainer Cesare d’Agostino. Bisher wurden vier Punkte erzielt. Folge: Um die Trainervorgabe umzusetzen, müssen die letzten beiden Heimspiele am Sonntag gegen den FC Unterensingen und eine Woche später gegen den TV Neidlingen gewonnen werden. „Ich will meine Spieler bewusst etwas unter Druck setzen“, verrät d’Agostino.

Richtig stolz auf seine Truppe ist Spielertrainer Marc Augustin vom TSV Jesingen II nach der furiosen Aufholjagd im letzten Spiel beim TV Neidlingen (4:4). Bis sechs Minuten vor Schluss lag der Aufsteiger noch mit 1:4 zurück. Für die letzten beiden Begegnungen in diesem Jahr fordert Augustin sechs Punkte: „Nur dann wären wir im Soll.“ Vor allem die beiden unglücklichen Punktverluste in der Nachspielzeit beim TSV Oberboihingen und TSV Oberlenningen schmerzen immer noch. „Eigentlich müssten wir vier Zähler mehr auf unserem Konto haben“, so der Jesinger Coach.

Mit der drittbesten Abwehr der Liga steht der VfL Kirchheim II nur auf dem elften Tabellenplatz. „Wir haben lange gebraucht, bis wir uns an die Liga gewöhnt haben“, sieht VfL-Trainer Tonio Pepe mit einen Grund, warum das Juniorenteam nicht besser dasteht. Mit Carmelo Stuppia und Fabio Frascaria hat sich der VfL schon von zwei Spielern getrennt. „Es hat einfach nicht gepatzt“, so Pepe. Auch während der Winterpause wird sich das Juniorenteam noch vom einen oder anderen Spieler trennen. „Wir werden mit aller Macht versuchen, die Liga zu halten und dafür werden wir alles tun“, sagt Pepe. Allerdings sind die restlichen beiden Spiele beim TSV Ohmden und eine Woche später beim TSV Weilheim nicht gerade einfach.

Vor einer schweren Aufgabe steht der TV Neidlingen beim besten Aufsteiger TV Unterboihingen. Nach zwei Niederlagen in Folge und 13 Gegentoren ist der TSV Harthausen vom zweiten auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen. Dieser Negativtrend soll am Sonntag beim 1. FC Frickenhausen II gestoppt werden. Nach der ersten Saisonniederlage (2:4 gegen den TSV Weilheim) will der TSV Oberboihingen bei FV 09 Nürtingen II Wiedergutmachung betreiben.