Lokalsport

Aufstiegsrunde greifbar nah

Fünf Spieltage vor Saisonschluss in der Basketball-Regionalliga kann für die Kirchheimer Basketballer morgen Abend beim TV Rastatt-Rheinau (Spielbeginn um 19 Uhr) bereits eine Vorentscheidung fallen.

KIRCHHEIM Die Rechnung ist einfach: Gewinnt Tabellenführer VfL Kirchheim (30:4) morgen Abend beim Dritten, Rastatt-Rheinau (26:8), braucht er aus den restlichen vier Spielen lediglich noch einen Sieg, um ganz sicher einen der ersten beiden Plätze zu belegen, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga berechtigen. Der dürfte im Heimspiel gegen das Schlusslicht USC Freiburg 2 (4:30) wohl möglich sein.

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Verlieren die Knights allerdings, könnte es noch einmal eng werden. Denn mit den Spielen zu Hause gegen die SG Heidelberg-Kirchheim (22:12), beim TV Konstanz (20:14) und, im großen Finale, gegen den Zweiten KGJ Schwenningen (28:6) stehen schwerste Aufgaben auf dem Programm. Zwei Spieler machen derzeit Sorgen. An erster Stelle natürlich Center Chuks Neboh. Sein Fingerbruch ist am Samstag genau vier Wochen alt, und da ein Knochenbruch nun mal sechs Wochen braucht, bis er geheilt ist, wäre ein Einsatz jetzt wohl zu riskant.

Der 2,12-Meter-Mann war in dieser Woche zwar erstmals wieder im Training, doch den Ball kann er noch nicht richtig fangen. Heute sollen bei einem weiteren Termin in der Berufsgenossenschaftlichen Klinik in Tübingen die Ärzte Dr. Ateschrang, der die Operation am 8. Februar durchführte, und Dr. Eisenbarth entscheiden, ob man das Risiko vielleicht doch eingehen könnte. Die Probleme von Tomi Martinovic sind exakt so alt wie die von Neboh, doch er hielt sie lange Zeit verborgen. Ebenfalls im Spiel gegen den SSC Karlsruhe fiel der Flügelspieler auf die Hüfte. In Ludwigsburg und gegen Weißenhorn versuchte er es mit Schmerzmitteln, um sein Team nicht im Stich zu lassen.

Die Spiele wurden zwar gewonnen, doch Martinovic fühlte sich wie in Trance und konnte bei weitem nicht die Leistung bringen, die er von sich erwartete. Inzwischen haben die Schmerzen zwar nachgelassen, und ein Arztbesuch gab auch die Gewissheit, dass nichts gebrochen ist, doch zu hundert Prozent wieder hergestellt ist der Ex-Stuttgarter keineswegs.

Ganz anders sieht es beim Gegner aus. Trainer Zoran Seatovic: "Alle sind fit und stehen zur Verfügung." Der Herbstmeister musste zuletzt mit den Niederlagen zu Hause gegen Weißenhorn (69:90) und in Heidelberg-Kirchheim (65:93) ja herbe Rückschläge hinnehmen. Hauptursache dafür war das Fehlen von Center Joel Nganko, der in seiner Heimat in Kamerun seinen Vater begraben musste. Dann vertrat sich Dima Binkovski auch noch das Sprunggelenk. Doch seit Montag ist Nganko, seit drei Jahren der dominierende Big Man der Liga, wieder zurück, auch Binkovski ist beschwerdefrei, und so konnte sich der TV in drei Trainingseinheiten und zwei Testspielen optimal auf dieses entscheidende Spiel vorbereiten. Die Kirchheimer weniger. In den Faschingsferien gab es Probleme mit Trainingsterminen.

Übrigens: Im Fanbus sind noch einige Plätze frei (Anmeldung unter der Rufnummer 0 70 21/4 12 19 oder ulrich@tangl.de).

mad

VfL: Goehrke, Hayden, Jaballah, Jorgusen, Kranz, Lenger, Lukic, Martinovic, Tsouknidis.