Lokalsport

Ausgeruht an die Iller

Es geht Schlag auf Schlag: Nur vier Tage nach dem Auftaktremis gegen den Bahlinger SC müssen die Kirchheimer Oberliga-Fußballer am Mittwoch­abend (ab 18.30 Uhr) zum ersten Auswärtsmatch ran – bei Neuling FV Illertissen.

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Reimund Elbe

Kirchheim. Nur fünf trainingsfreie Tage hatten die VfL-Kicker seit Beginn der Saison-Vorbereitung Ende Juni. Nun gab es zwei obendrauf. Trainer Dietmar Sehrig belohnte sein Team für die leidenschaftliche Aufholjagd beim 2:2 gegen die Bahlinger mit fußballfreien Tagen am Sonntag und Montag. Ganz ohne Hintergedanken dürfte Sehrigs Entscheidung für die erholsamen Stunden seiner Kicker nicht sein, denn schon morgen gibt es den ersten Härtetest auf fremdem Geläuf für Neu-Kapitän Patrick Gühring und Co.

Beim VfL entspannt sich die personelle Situation vor dem Trip ins Bayerische ein wenig, denn Abwehrspieler Christopher Eisenhardt wird zum heutigen Abschlusstraining (nach berufsbedingtem Fehlen gegen Bahlingen) im Team zurückerwartet. Eisenhardt dürfte Aushilfsverteidiger Selim Altinsoy ablösen, der wiederum eine Option für den Angriff darstellt. Größere Blessuren hat zudem keiner der insgesamt 13 eingesetzten Akteure aus der Heimspielpremiere gegen den Bahlinger SC davongetragen. So machen die VfL-Verantwortlichen in Optimismus. „Wenn man aus einem 0:2 kurz vor Schluss noch ein 2:2 macht, stärkt dies das Selbstvertrauen“, meint der sportliche Leiter Norbert Krumm, „dieses Gefühl müssen wir mit nach Illertissen nehmen.“

Offen ist, ob Sehrig Änderungen im gegen Bahlingen nicht sonderlich sattelfeste wirkenden VfL-Defensivverband vornehmen wird. Zudem wird interessant sein, inwieweit der neue Trainer auch auf fremdem Terrain auf Offensive setzt. Eine Doppelspitze mit Youngster Uwe Beran und dem angestammten Mittelfeldakteur Coskun Isci ist ebenso denkbar wie mit Selim Altinsoy. Oder der 2:2-Torschütze Alexander Nita an der Seite des aktuell gesetzten Beran.

An der Iller herrschte nach dem punktlosen Auftritt in Kehl Ernüchterung vor. „Der Kehler FV ist eigentlich eine Mannschaft, die man schlagen muss“, haderte FVI-Trainer Karlheinz Bachthaler nach der 1:3-Pleite an der französischen Grenze. Der erfahrene Coach war vor allen Dingen mit dem Auftritt seines Teams vor der Pause unzufrieden, als die Bayern kaum ins Spiel fanden. So gesehen steht der Liga-Neuling gegen den VfL bereits etwas unter Zugzwang. Zu was die VfL-Gastgeber fähig sein können, haben sie jüngst im WFV-Pokal bewiesen, als sie den Regionalligisten SSV Ulm 1846 ins Elfmeterschießen zwangen und jenes auch gewannen. Warnung genug für den VfL vor dem Auftritt beim Tabellendritten der vergangenen Verbandsligarunde.

Gühring – Koch, Grimm, Dihl (Kauffmann), Eisenhardt – Ohran, Söylemezgiller, Er, Spina - Beran, Isci (Altinsoy).