Lokalsport

Außenseiterrolle für SG und TSVW

Während die SG Lenningen morgen personell stark ausgedünnt zur SG Schorndorf muss, erwartet der TSV Weilheim bereits heute Abend das aufstiegsambitionierte Team Esslingen schwere Jobs für beide Teck-Vertreter.

LENNINGEN/WEILHEIM Unter keinen günstigen Voraussetzungen reist die SG Lenningen (10:12 Punkte) zur SG Schorndorf (14:10). Neben dem Langzeitverletzten Marc Bächle (wurde am Dienstag in der Orthopädischen Klinik Markgröningen am Knie operiert) fallen auch Jan Lamparter (Muskelfaserriss) und Daniel Brugger (Mandeloperation) aus. Damit ist der SG-Rückraum stark geschwächt. Als wäre das nicht genug, muss auch Trainer Holger Kiedaisch passen. Eine vor Kurzem durchgeführte Meniskusoperation verhindert bis zum Monatsende sein Engagement bei der "Tälessieben".

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Klar, dass der Tabellenachte nur mit Außenseiterchancen nach Schorndorf fährt. In Sachen Trainingsaktivitäten konnte nur auf Sparflamme gearbeitet werden. Mannschaftskapitän Steffen Kazmaier macht eine berufliche Weiterbildung, kann nur einmal pro Woche trainieren. Studiosus Christoph Wiesinger steht nur freitags zur Verfügung und Jung-Diakon Jochen Leitner kann ebenfalls nur freitags trainieren. So blieb, zumindest in dieser Woche, Co-Trainer Markus Schlenk nur ein eingeschränktes "Einzeltraining" übrig. Er hofft jedoch, dass die Ausfälle über die mannschaftliche Geschlossenheit und das Kollektiv ausgeglichen werden können. Zumindest ist der Optimismus von Holger Kiedaisch ungetrübt: "Schorndorf liegt uns", sagt er. Im Vorrundenspiel hätte die SG fast den Sieg errungen, musste sich aber mit einem 29:29 begnügen. Damals fehlte bei den Schorndorfern Ex-Bundesligaspieler Mathias Dudium. Neben ihm zählen René Biler und Tobias Hägele zu den Top-Spielern. Spielbeginn ist morgen um 17 Uhr in der Schorndorfer Grausporthalle.

Der TSV Weilheim bestreitet seinen ersten Auftritt im neuen Jahr heute Abend vor heimischer Kulisse ab 20 Uhr erwartet der TSVW das Team Esslingen. Nachdem die Limburgstädter vom TV Bittenfeld II recht unsanft aus dem Winterschlaf aufgeweckt wurden, stehen die Zeichen heute auf Wiedergutmachung. Schwer genug wird's, kämpfen die Gäste aus der Kreisstadt doch um den Aufstieg und dürfen sich keinen Patzer erlauben. Im Hinspiel mussten sich die Weilheimer nach langem Kampf mit 29:35 geschlagen geben. Nimmt man dieses Spiel als Maßstab, sollte man heute nicht mehr als 30 Tore zulassen. Gelingt es, sich in der Defensive zu stabilisieren und den Esslingern Einhalt zu gebieten, ist der Spielausgang vor heimischem Publikum sicher offen.

Unter der Woche war neben der Abwehrarbeit vor allem Wunden lecken angesagt. Da sich die körperlichen Schäden als harmlos entpuppten, können wieder alle Spieler eingesetzt werden. Für die Mannschaft von der Limburg gilt es in der Endphase der Saison, sich von herben Rückschlägen gegen Spitzenmannschaften nicht demotivieren zu lassen, sondern daraus zu lernen. Nur so kann man mit ausreichendem Selbstvertrauen in die entscheidenden Partien gehen.

döl/tk

SG Lenningen:

Attinger, Born Austen, Braunwarth, Haid, Kazmaier, Kirschmann, Leitner, Renz, Schwohl, Wald, Wiesinger.TSV Weilheim:

Rehkugler, Illi Auweter, Zettl, Seyferle, Mauch, Schill, Rödig, Bachofer, Gomringer, Klein, Sigel, Bächle.