Lokalsport

Außer Spesennichts gewesen

Aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit hat der TSV Owen in der Handball-Württembergliga verdient mit 25:32 (17:13) beim TSV Bad Saulgau verloren. Dennoch bewiesen die Herzogstädter erneut, dass sie in der Liga mehr als mithalten können.

BAD SAULGAU Im ersten Durchgang sah man viele fragende Gesichter bei den Gastgebern, die sich leichte(re)s Spiel mit dem Aufsteiger erhofft hatten. Nach der Pause herrschte allerdings über 15 Minuten absolute Sendepause beim TSV, die es den Kurstädtern ermöglichte, zurück ins Spiel zu finden und aus der 18:13-Führung der Tecksieben einen 20:26-Rückstand zu machen. Zu allem Überfluss musste Owens Torhüter Arpad Fazakas nach 50 Minuten mit einer Knieverletzung unter großen Schmerzen vom Feld.

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Doch der Reihe nach. Der TSVO startete im Gegensatz zu den vergangenen Spielen gut in die Partie. Vor allem über Kreisläufer Lars Kirchner kam man zum Erfolg. Bis zum 6:4 für Owen steuerte er alleine drei Treffer bei. Kamen die Gastgeber einmal durch die gelbe Abwehrmauer, so waren die Würfe sichere Beute des gut haltenden Arpad Fazakas. Ansonsten zeigte sich auch Fortuna mit dem TSV im Bunde. Bei mehreren freien Einwurfmöglichkeiten scheiterten die Saulgauer kläglich beim Wurf oder standen im Kreis. So konnte Owen den Vorsprung bis zum 11:7 weiter ausbauen. Auch Mittelmann und Antreiber Steffen Klett fand zurück zu alter Abschlusssicherheit. Sein Treffer landete zum 15:10 in des Gegners Maschen. Da wurde es ganz schön ruhig in der gut besetzten Kronriedhalle. Lediglich die mitgereisten Owener Anhänger waren noch deutlich zu hören. Bis zur Pause konnten die Gastgeber, angetrieben von Kanonier Markus Reck, noch auf 17:13 verkürzen.

Nach dem Pausentee dann der unerklärliche Bruch im Owener Spiel. Zunächst konnte die Mannschaft um Spielertrainer Christoph Winkler auf 19:15 erhöhen dann war der Ofen aus. Sechs Treffer in Folge musste die nun löchrige Hintermannschaft des TSV hinnehmen. Vor allem auf der linken Abwehrseite war der Ungar Janos Csele nicht mehr in den Griff zu bekommen. Dem einen Owener Treffer in der 42. Minute folgten weitere fünf Tore der Hausherren zum 26:20. Mit der defensiveren Abwehr der Kurstädter kam die Tecksieben überhaupt nicht zurecht. Und wenn sich einmal Chancen über die Außen ergaben, scheiterten diese am eingewechselten Dänen Henrik Utoft im Saulgauer Gehäuse.

Immerhin war der Owener Kampfgeist ungebrochen. Mit allen Mitteln stemmten sich die Owener Spieler gegen die drohenden Niederlage. Doch was im ersten Durchgang noch gelang, schien sich nun umzukehren. Mit schnellen Kontern zerstörten die Gastgeber jegliche Hoffnung auf eine Wende. Bis zum 25:32-Endstand wechselten sich beide Mannschaften im Torewerfen ab, wobei der TSV Owen vor allem in der Abwehr kein Mittel mehr fand, die Niederlage abzuwenden.

Fazit: Wieder einmal waren positive Ansätze zu sehen, doch einmal mehr fehlte dem TSV Owen die Konstanz, um diese auch in Zählbares umzuwandeln. Am kommenden Wochenende gegen die SG Lauterstein müssen nun dringend Punkte her, um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verlieren.

br

TSV Owen:

Fazakas, Reckziegel Dunkel, Hanssen (3), Hoyler (1/1), Kirchner (4), B. Klett (1), S. Klett (9/2), Krüger (2), Schmidt (1), Weiss, Winkler (4).TSV Bad Saulgau:

Greiner, Utoft Zimmerer, Hillenbrand (7), Csele (8/2), Reck (7), Osswald, Frühbauer, Domke (3), Söder (2), Zachmann (3), Engler (2).Schiedsrichter:

Jürgen Trefz/Roland Trefz (vom TSV Bönnigheim/TV Murrhardt).