Lokalsport

Auswärtserfolg als Muster ohne Wert

Mit einem 32:29 (13:12)-Arbeitssieg beim HC Wernau hat sich der TSV Owen von der Landesligarunde 2004/05 verabschiedet der Traum von der Relegation blieb auf Grund des Weilheimer Sieges in Weinstadt unerfüllt.

WERNAU Gegen den Absteiger aus Wernau mussten die zahlreichen Anhänger des TSV jedoch unnötig lange mitzittern. Es war ganz sicher kein schönes Spiel, dass die Zuschauer in der Neckartal-Sporthalle geboten bekamen. Das war aber eigentlich auch nicht verwunderlich. Zu viel stand für beide Mannschaften auf dem Spiel.

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Auf der einen Seite der HC Wernau mit der letzten Chance, dem direkten Abstieg zu entgehen und auf der anderen Seite der TSV Owen, der auf einen Ausrutscher des TSV Weilheim hoffte, um sich doch noch in die Relegation zu mogeln. Letztendlich standen dann doch beide Mannschaften mit leeren Händen da.

Mit dem Auswärtssieg besiegelte der TSV zwar das Schicksal des HC, doch der TSV Weilheim erledigte seine Aufgabe in Weinstadt ebenso und festigte damit endgültig seinen zweiten Platz.

Im letzten Spiel legte der TSVOwen los wie die Feuerwehr. Schon nach 10 Sekunden markierte Lars Kirchner den ersten Treffer der Teckstadt-Sieben. Über den 3:3-Ausgleich sicherte sich Owen mit einem Zwischensprint einen 6:3-Vorsprung. Wichtig in dieser Phase waren auch zwei von Arpad Fazakas parierte Strafwürfe.

In der Folge übertrafen sich beide Mannschaften dann mit nervösen Aktionen und hektischen Angriffsversuchen, die des öfteren in Ballverlusten endeten. Doch keines der beiden Teams konnte aus den Fehlern des Gegners so recht Kapital schlagen. So hatte Owen beim 10:7 immer noch die Nase vorn. Erst kurz vor der Pause setzten sich die Gastgeber besser in Szene und konnten mit dem Halbzeitpfiff auf 13:12 verkürzen.

Im zweiten Durchgang dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Meist legte der TSV vor und Wernau musste nachziehen. Dabei wirkte der Owener Angriff oft unstrukturiert und beinahe harmlos. In diesen Situationen war es immer wieder Steffen Klett, der der Partie nun eindeutig seinen Stempel aufdrückte und zum entscheidenden Spieler auf dem Parkett avancierte.

Ein Konter über Klett und Hoyler brachte Owen nach 48 Minuten erstmals wieder mit zwei Toren in Führung (25:23). Vier Minuten vor Spiel-ende sah der TSV dann beim 29:26 schon wie der sichere Sieger aus. Doch ungestüme Angriffsaktionen der Herzogstädter brachten den HC wieder in Ballbesitz. Wernau packte die Chance beim Schopf und verkürzte schnell auf 29:28.

Im offenen Schlagabtausch war es dann wiederum Owens Klett, der zum entscheidenden 31:29 einwarf. Der letzte Angriff des HC blieb ergebnislos und so blieb auch der letzte Treffer der Partie dem Owener Youngster vorbehalten. So verabschiedet sich der TSV Owen zwar wenig ruhmreich, aber doch mit einem Erfolg von seinen treuen Zuschauern und vor allem vom scheidenden Trainer Enrico Wackershauser.

br

TSV Owen:

Carrle, Fazakas Baisch, Güntner (3), C. Hoyler (3), H. Hoyler (3), Hybl, Kazmaier (1), Kirchner (3), Klett (16/3), Schmid (3), Wahl.Schiedsrichter:

Kretz/Reinhardt (Ditzingen).