Lokalsport

Bangen vor den Nachholspielen

SGEH hat Relegation noch nicht abgeschrieben

Wundertüte SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang: Mit zwei Spielen weniger als das Gros der Konkurrenz auf Rang acht liegend, sind die Träume von der Aufstiegsrelegation auf der Alb noch nicht ausgeträumt.

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Erkenbrechtsweiler. Die Rechnung, die Frank Zintgraf aufmacht, ist simpel: „Zähle ich aus den drei Nachholspielen gegen Notzingen, ­Neckartaiflingen und Raidwangen ganz frech mal neun Punkte dazu, sind‘s auf Platz zwei nur noch zwei Punkte.“ Der Abteilungsleiter der SGEH hat den zur Relegation berechtigenden zweiten Tabellenrang noch im Blick – warum auch nicht? „Das Potenzial dafür steckt auf jeden Fall in der Mannschaft“, glaubt er.

Folgt man seiner Rechnung, würde die SGEH momentan nicht auf Rang acht, sondern vier stehen – das Soll wäre vorerst erreicht. Schließlich hatte man sich vor Saisonbeginn vorgenommen, besser als in der Runde 07/08, als man Fünfter wurde, abzuschneiden. Angesichts des Verlustes des letztjährigen Sturm-Topduos Stumpe/Parotta, das mehr als 40 Tore für die SGEH erzielt hatte, kein leichtes Unterfangen. Mut kann diesbezüglich die Tatsache machen, dass man zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison auch nicht mehr Spiele gewonnen hatte: Sechs mal gingen die SG-Kicker bislang als Sieger vom Platz – genau so oft wie in der Hinserie 07/08.

Größtes Manko der Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf war das Missverhältnis von Angriff zu Abwehr: Die SGEH kassiert in dieser Spielzeit fast genauso viele Treffer, wie sie selbst erzielt. Mit 28:26 hat das Team von Spielertrainer Antonio Portale das schlechteste Torverhältnis der vermeintlichen Topteams. Mit Schuld daran war der schlechte Saisonstart: Nur sieben Punkte holte die SGEH aus den ersten sechs Spielen. Eine Erklärung dafür hat der Abteilungsleiter auch mit einigem zeitlichem Abstand nicht: „Warum es in den ersten Partien nicht lief, kann ich nicht sagen“, zuckt Frank Zintgraf die Achseln. Stattdessen blickt der Funktionär lieber nach vorne: „Natürlich wollen wir nicht um die hinteren Plätze mitspielen“, witzelt er, „wenn wir am Ende wieder unter den ersten Fünf sind, bin ich schon zufrieden.“ Auf dem Weg dorthin hat Trainer Portale übrigens den gleichen Kader zur Verfügung wie in der Hinrunde – bis auf eine Veränderung: Giuseppe Incorvaia, erst zu Rundenbeginn vom AC Catania Kirchheim gekommen, zieht‘s schon wieder fort von der Alb: Der 20-Jährige wechselt zum B-Ligisten TSV Holzmaden.

Große Sorgen macht man sich auf der Alb derweil wegen der nicht geringen Zahl an Nachholspielen: „Unter der Woche eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen, ist immer schwer“, klagt Zintgraf – ein Problem, das allerdings auch die Konkurrenz plagt, zumal durch die Absage des übermorgigen Spieltags die Situation verschärft wird. pet