Lokalsport

BDR macht im Fall Fumic einen Rückzieher

Sperre aufgrund eines Formfehlers für ungültig erklärt – Grünes Licht für Peking?

Kirchheim. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat seine am 11. April durch das Sportgericht verhängte Sperre gegen die Fumic-Brüder aufgrund eines Formfehlers aufgehoben. Nach Ansicht des BDR hatten die beiden Kirchheimer Mountainbiker im Schlussquartal 2007 und im ersten Quartal 2008 zweimal bewusst gegen die Meldeauflagen der Nationalen Antidoping-Agentur (Nada) verstoßen, um gegen ihrer Meinung nach unzumutbare Rahmenbedingungen der Athleten zu protestieren. Beim ersten Verstoß sehen die Regularien eine öffentliche Verwarnung durch den Verband, im Wiederholungsfall eine dreimonatige Sperre vor. Die beiden Bescheide über Verwarnung und Sperre wurden vom BDR jedoch zeitgleich verschickt. Lado und Manuel Fumic hatten daraufhin Revision beim Bundesrechtsausschuss beantragt, der nun in zweiter Instanz die Sperre für ungültig erklärte, wie die beiden Kirchheimer seit gestern auf ihrer Homepage verkünden. Eine offizielle Stellungnahme seitens des BDR-Rechtsausschusses lag bis Redaktionsschluss gestern noch nicht vor.

Formal wäre damit der Weg zu Olympia für Manuel Fumic frei, der sich als einziger deutscher Fahrer für die Teilnahme an den Spielen in Peking qualifizierte. Kommende Woche ist ein Treffen aller Beteiligter mit Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) geplant, der über die Nominierung sämtlicher deutscher Athleten für die Olympischen Spiele entscheidet. Die endgültige Bekanntgabe der Entscheidung über einen möglichen Fumic-Start in Peking findet am 15. Juli bei der letzten Nominierungsrunde des DOSB in Frankfurt statt, wenn über Nachmeldungen und Härtefälle entschieden wird. bk


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