Lokalsport

Befreiungsschlag beim Derby im Täle?

Balsam für die Nerven der VfL-Spieler vor dem morgigen Lokalderby (Anpfiff: 15.30 Uhr) in Frickenhausen: Die Verbandsliga-Nachholspiele am vergangenen Mittwoch verliefen ganz im Sinne der Kirchheimer.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Dass sich die Situation für den VfL weiter gebessert hat, lag also nicht im Veranwortungsbereich des Teams von Michael Rentschler zwei Mitkonkurrenten im Abstiegskampf floppten. Der Tabellenzwölfte FV Rottweil (26 Punkte) unterlag beim TSV Schwieberdingen 2:5, der Tabellenzehnte SF Dorfmerkingen (29) kassierte eine bittere 1:5-Klatsche in Böblingen. Für die Kirchheimer, aktuell mit 30 Punkten Neunter, könnte die Partie in Frickenhausen somit zu einem großen Befreiungsschlag werden.

Jener sollte eigentlich schon am vergangenen Samstag gegen die SG Schorndorf getätigt werden, doch ein verkrampft wirkendes Kirchheimer Team bot gegen den Neuling aus dem Rems-Murr-Kreis nur wenig fürs Auge. VfL-Spielertrainer Rentschler zog trotzdem Positives aus der Nullnummer an der Jesinger Allee. "Es war sicherlich kein gutes Spiel unsererseits, aber es ist uns auch in dieser Partie gelungen, einige Chancen herauszuarbeiten", betont der 34-Jährige, "darauf müssen wir aufbauen." Mit der Chancenverwertung haperte es freilich auch deshalb, weil der mit acht Saisontoren bislang erfolgreichste VfL-Torschütze Fabio Morisco von einer Formkrise geplagt wird.

Ob der VfL-Angreifer seine "Blockade" (Rentschler) in Frickenhausen lösen kann, ist noch offen nach schwachen Auftritten wäre es denkbar, wenn Morisco nicht zu den Anfangsaufläufern beim Derby im Täle gehören würde. Michael Rentschler weiß jedenfalls zu genau, dass seinem Team morgen ein heißer Tanz bevorsteht. "Dieses Spiel wird für den FCF noch einmal zu einem Highlight", mahnt der Kirchheimer Übungsleiter, "denn auf Grund der Tabellensituation können die Frickenhausener völlig unbefangen ins Spiel gehen. Dazu kommt natürlich die Brisanz eines Lokalderbys."

Dass der Tabellenletzte ein dankbarer Gegner ist, steht zu bezweifeln. Schon in der Hinrunde quälte sich der VfL auf heimischem Gelände vor 450 Zuschauern zu einem 2:2. Eine weitere spannende Frage wird übrigens wohl auch erst am Spieltag selbst beantwortet: Auf welchem der drei Sportplätze des FCF das Match ausgetragen wird. "Ein Spiel auf dem dortigen Hartplatz wäre ein Unding", so die deutlichen Worte von Michael Rentschler. Auf dem roten Geläuf sammelte der FCF jedoch immerhin schon vier Punkte in diesem Jahr: Mit dem 1:0 über den damaligen Tabellenersten TSG Balingen und beim 1:1 gegen den FC Wangen. Aber im Tischardtegart stehen auch noch zwei Rasenplätze zur Verfügung, auf denen im Jahr 2005 allerdings noch kein Punktspiel ausgetragen wurde.