Lokalsport

Bei den SGL-Damen ist noch keine Besserung in Sicht

Bei den Handball-Damen der SG Lenningen ist keine Besserung in Sicht: Gegen den TV Weingarten verlor der Württemberg-Ligist nach einer indiskutablen Leistung in der ersten Halbzeit 18:31 (5:17).

LENNINGEN SG-Coach Hubert Kullen musste seine Mannschaft kurzfristig umstellen. Für die beruflich in Argentinien weilende Karin Sliwka sprang Sandra Kuch aus der zweiten Mannschaft ein.

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Gleich zu Beginn war erkennbar, dass Lenningen mit Würfen aus der zweiten Reihe keine Chance hatte. Fast jeder Wurf wurde von ihr gehalten und postwendend in einen Konter umgewandelt. Mit einem langen Abwurf schickte Löffler Kerstin Schgör oder Martina Müller auf die Reise. Diese hatten keine Probleme bei ihren Kontertoren. Hätte SG-Torfrau Nicole Hahn nicht mehrmals blitzschnelle Abwehrreaktionen gezeigt, Lenningen wäre nach 17 Minuten höher als 2:8 im Rückstand gewesen. Hubert Kullen bat zur Auszeit. Seine Anweisungen setzten die Spielerinnen nicht um, im Gegenteil. Die SG-Abwehr bewegte sich fast zeitlupenartig. Diese Trägheit wurde mit schnellen Torfolgen der Gäste zum 5:17-Halbzeitstand bestraft. In keiner Phase der ersten Halbzeit war zu spüren, dass sich Lenningen gegen die drohende Niederlage stemmte.

Nach dem Wiederanpfiff kam etwas Bewegung in den Lenninger Angriff. Bis zur 36. Minute verkürzten die Gastgeberinnen zunächst auf 8:20, dann auf 10:21 (39.). Über den Kreis gelangen der SG einige sehenswerte Treffer zum zwischenzeitlichen 14:23 (43.). Sobald jedoch der kontaktlose Rückraumabschluss gesucht wurde, war bei Angelika Löffler Endstation. Deren präzise Abwürfe fanden gute Verwertung. Aus solchen Situationen kam Weingarten zu insgesamt 12 Kontertoren. In der 52. Minute, beim Stande von 27:15, holte Kullen seine Mannschaft nochmals an die Außenlinie. Nur die wieder eingewechselte Nicole Hahn zeigte die nötige Frische und hielt mehrmals glänzend. Am 31:18-Kantersieg des TVW konnte sie jedoch auch nichts mehr ändern.

"Ich werde in der kommenden Woche ein Gespräch mit der Abteilungsleitung führen", sagte ein sichtlich konsternierter SGL-Trainer Hubert Kullen nach der Partie.

dölSGL:

Hahn, Vöhringer Schmid (7), Dick (6/3), Riek (3/1), Timar (2/1), Beller, Baermann, Kazmaier, Kuch, Vogelmann.